Der Ziege-Wechsel: Middlesbrough verklagt Liverpool - DER SPIEGEL
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Der Ziege-Wechsel Middlesbrough verklagt Liverpool

Weil er der Meinung ist, dass Christian Ziege weit mehr als die vertraglich festgelegte Ablösesumme wert ist, zieht der Noch-Arbeitgeber des deutschen Nationalspielers jetzt gegen den Kaufinteressenten FC Liverpool vor Gericht.
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Middlesbrough - Christian Ziege und der FC Liverpool waren sich einig. Der linke Mittelfeldspieler sollte diese Saison mit seinen beiden Ex-Kollegen Dietmar Hamann und Markus Babbel an der Anfield Road spielen. Liverpool war bereit, die nach dem damaligen Wechsel vom AC Mailand nach England festgesetzte Ablösesumme von umgerechnet 16,5 Millionen Mark auf den Tisch zu legen. Aber nach dem jüngst eingegangenen Angebot von Liga-Konkurrent FC Chelsea London über umgerechnet 23 Millionen Mark dachten die Verantwortlichen des FC Middlesbrough um. Da Ziege mit einem Wechsel in die englische Hauptstadt aber nicht einverstanden war, verweigerten sie dem Deutschen trotz entsprechender Klausel die Freigabe, verklagten den FC Liverpool beim High Court, dem höchsten Zivilgericht, und verlangen jetzt die gleiche Ablöse, die auch Chelsea bereit zu zahlen ist.

"Das Verhalten von Middlesbrough ist mir schleierhaft. Wozu sind solche Vertragsklauseln denn da?", zeigte sich der 28-jährige Ziege erzürnt und machte auch keinen Hehl daraus, seine Freigabe notfalls vor Gericht zu erzwingen. Immerhin sollen dem Nationalspieler Gerüchten zufolge 140.000 Mark pro Woche Gehalt durch die Lappen gehen, die Liverpool zahlen würde. Obwohl Ziege bei seinem Noch-Arbeitgeber nicht einmal mehr trainieren darf, hat ihn Teamchef Rudi Völler für das WM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland am 2. September nominiert.