Deutsche Hooligans 41 Ausreiseverbote erteilt
Düsseldorf/Oldenburg - Zwei Tage vor dem Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Holland in Amsterdam hat die Polizei 41 Hooligans aus Nordrhein-Westfalen Ausreiseverbot erteilt. Insgesamt habe die Polizei mehr als 500 als gewaltbereit bekannte Hooligans zu Hause aufgesucht und nachdrücklich auf die Konsequenzen von Gewalttaten hingewiesen, erklärte Landesinnenminister Fritz Behrens (SPD). In 35 Fällen wurden Meldeauflagen erteilt. Als schärfste Maßnahme könnten Hooligans in Gewahrsam genommen werden, kündigte Behrens an.
Über diese Maßnahmen hinaus sollen ab sofort potenzielle Gewalttäter durch feste und mobile Kontrollen von Landespolizei und Bundesgrenzschutz (BGS) an der Einreise nach Holland gehindert werden. Dabei sei eine enge Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei verabredet, teilte der Leiter der Polizei im Regierungsbezirk Weser-Ems, Horst Heitmann, am Montag mit.
Allein für den niedersächsischen Abschnitt der deutsch-holländischen Grenze werden nach den Angaben Heitmanns zusätzlich 150 Beamte für die Vorbeugung eingesetzt. Im Auge behalten will die Polizei mit so genannten "Raumschutzstreifen" vor allem die unbedeutenderen Grenzübergänge. Schleichwege für Gewalttäter sollen auf diese Weise verbaut werden. Der BGS wird sich laut Planung auf Personenkontrollen und die Beobachtung in Eisenbahnzügen und auf den grenzüberschreitenden Autobahnen konzentrieren.