DFB bestätigt: Nadine Keßler als Oliver-Bierhoff-Nachfolgerin im Gespräch - DER SPIEGEL
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DFB bestätigt Verhandlungen Ex-Weltfußballerin Keßler als Bierhoff-Nachfolgerin im Gespräch

Mit einer Frau als Geschäftsführerin würde der DFB neue Wege beschreiten. Nadine Keßler, die derzeit noch für die Uefa arbeitet, gilt als aussichtsreiche Kandidatin. Der Verband verweist jedoch auch auf andere Kandidaten.
Nadine Keßler
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Nadine Keßler

Foto: Gawlik / Beautiful Sports / IMAGO

Möglicherweise geht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei der Besetzung des Geschäftsführer-Postens neue Wege. Einem Medienbericht zufolge holt der Verband Nadine Keßler als Nachfolgerin von Oliver Bierhoff. Die frühere Nationalspielerin soll Teile der Aufgaben des einstigen DFB-Direktors übernehmen und künftig den Bereich Akademie und Nationalmannschaften verantworten, wie die Münchner »Abendzeitung« am Donnerstag berichtete.

Neuer Technischer Direktor soll der aktuelle U20-Auswahltrainer Hannes Wolf werden, wie zuvor bereits die »Frankfurter Rundschau« gemeldet hatte. Der DFB bestätigte später am Abend zwar Gespräche mit Keßler, »aber es gibt auch noch andere Kandidaten«, sagte DFB-Mediendirektor Steffen Simon der Deutschen Presse-Agentur: »Wir sind noch nicht so weit, dass Verträge unterschrieben werden können.«

Keßler und Wolf würden Bierhoff beerben. Der Europameister von 1996 hatte den DFB nach dem Vorrunden-Aus bei der WM Ende 2022 in Katar verlassen, der 55-Jährige hatte als DFB-Direktor einen großen Bereich verantwortet. Als neuen Sportdirektor für die A-Nationalmannschaft und die U21 hatte der DFB zu Jahresbeginn Rudi Völler verpflichtet. Der einstige Teamchef wird diese Rolle nach der EM 2024 aber wieder abgeben.

Viel Verantwortung für Keßler

Die 35-Jährige Keßler arbeitet derzeit als Abteilungsleiterin bei der Europäischen Fußball-Union Uefa. Sie wäre als erste Frau sowohl für das Frauenteam von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg als auch für die A-Nationalmannschaft der Männer von Bundestrainer Hansi Flick verantwortlich.

Für den 42 Jahre alten Wolf soll neben dem Posten als Technischer Direktor auch die Führung eines Kompetenzteams vorgesehen sein, zu dem unter anderem auch die ehemaligen Bundesligaprofis Hanno Balitsch und Sandro Wagner gehören.

Die Weltfußballerin von 2014 hatte in ihrer aktiven Karriere zu den besten Mittelfeldspielerinnen der Welt gehört. 2013 wurde sie mit der deutschen Nationalelf Europameisterin. Mit dem VfL Wolfsburg gewann sie zweimal die Champions League, zweimal den Meistertitel und feierte drei DFB-Pokalsiege. 2016 beendete sie wegen anhaltender Knieprobleme ihre Karriere und widmete sich fortan ihrer Laufbahn als Funktionärin.

vgl/dpa

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