DFB-Elf: Ballack tadelt Klinsmann, Klinsmann lobt Bierhoff - DER SPIEGEL
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DFB-Elf Ballack tadelt Klinsmann, Klinsmann lobt Bierhoff

Gestern verteidigte Oliver Bierhoff Jürgen Klinsmann, heute ist es umgekehrt. Der Bundestrainer sprach sich für eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Teammanager aus. Dafür hat sich Mannschaftskapitän Michael Ballack skeptisch zur Torwart-Rotation geäußert.
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Bremen - Der 28-Jährige sagte, dass es besser gewesen wäre, wenn beim Länderspiel in der Slowakei am Samstag (0:2) Oliver Kahn statt Jens Lehmann im Tor gestanden hätte. "Daraus mache ich keinen Hehl", betonte Ballack. "In so einer Situation, wo es auch um die Weiterentwicklung der Mannschaft geht, wo es intern Gespräche gibt, ist es schade, wenn er oder auch ein Torsten Frings fehlen. Wir haben viele junge Spieler, gerade die schauen zu Oliver auf." Der Kapitän kündigte an, mit Klinsmann über die Torwartfrage zu sprechen, "auch wenn letztendlich der Trainer entscheidet, welche Spieler er einlädt".

Klinsmann hat sich einstweilen zur Zukunft von Bierhoff geäußert. Der Teammanager verteidigte gestern vehement das sportliche Konzept (inklusive Torwart-Rotation) der sportlichen Führung. Heute bekommt er dafür Streicheleinheiten vom Bundestrainer. "Er ist die Idealbesetzung für diesen Posten, der unabhängig vom Abschneiden der Mannschaft bei der WM 2006 ist. Deshalb wäre es sinnvoll, Bierhoff frühzeitig länger an den Verband zu binden", sagte Klinsmann vor dem Länderspiel der Nationalmannschaft am Mittwoch in Bremen gegen Südafrika (20.30 Uhr, Liveticker bei SPIEGEL ONLINE).

Bierhoff, der nach der Europameisterschaft 2004 den neugeschaffenen Posten des Teammanagers angetreten hatte, ist bis Sommer 2006 an den Deutschen Fußball-Bund gebunden. Der frühere Torjäger hat aber bereits ein Interesse an einer vorzeitigen Vertragsverlängerung signalisiert.

Zugleich machte Klinsmann noch einmal deutlich, dass er selbst erst nach der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) über seine Zukunft als Bundestrainer entscheiden werde. "Alles andere macht keinen Sinn. Wenn ich heute einen Vertrag bis 2010 unterschreibe, und irgendwas läuft schief, wäre ich der Erste, der den Vertrag zerreißen und sagen würde: Holt einen anderen", erklärte der 41-Jährige.