Nach Pyrotechnik-Attacken DFB ermittelt gegen Hansa und Hertha
Rostocker Hooligans
Foto: Axel Heimken/ dpaDer Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat nach den Pyrotechnik-Vorfällen beim Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC Berlin (0:2) ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Das bestätigte ein Verbands-Mitarbeiter dem Sportinformationsdienst SID.
Schiedsrichter Robert Hartmann hatte in der zweiten Hälfte die ohnehin als Hochrisikospiel eingestufte Partie beim Stand von 0:0 zunächst unterbrochen, nachdem zunächst im Hertha-Block Pyrotechnik gezündet worden war und Feuerwerkskörper Richtung Hansa-Kurve geflogen waren.
Als die Rostocker mit ähnlichen Methoden antworteten und ein Hertha-Banner in Brandsteckten, schichte Hartmann die Mannschaften zunächst in die Kabine. Ein Spielabbruch drohte. Doch nach rund 15 Minuten wurde die Begegnung fortgesetzt und zu Ende geführt.
Vorwürfe von der Rostocker Polizei
Nach den Ausschreitungen hat der Chef der Rostocker Polizeiinspektion Vorwürfe gegen Vereinsoffizielle von Hansa Rostock erhoben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten Hansa-Anhänger im Rostocker Ostseestadion am Montag ein 2014 gestohlenes Hertha-Banner von 30 Meter Länge verbrannt.
Es liege "die Vermutung nahe, dass das Banner über vereinseigene Strukturen und mit Wissen von Vereinsoffiziellen ins Stadion gelangen konnte", sagte Polizeichef Michael Ebert. Belege dafür nannte er allerdings nicht. Auch Sitzschalen und Fanutensilien der Berliner gingen in Flammen auf.