DFB-Freundschaftsspiel: Löw probiert, Jansen passt - DER SPIEGEL
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DFB-Freundschaftsspiel Löw probiert, Jansen passt

Chance für die Reserve: Joachim Löw hat für das Freundschaftsspiel gegen Georgien eine umfangreiche Rotation angekündigt. Auf einigen Positionen hat der Bundestrainer allerdings aufgrund von Verletzungen wenig Auswahl. Heute meldete sich auch noch Gladbachs Marcell Jansen ab.
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Hamburg - Um vor dem wichtigen EM-Qualifikationsspiel am 11. Oktober gegen die Slowakei kein unnötiges Risiko einzugehen, Löw für das Freundschaftsspiel gegen Georgien am Samstag (20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) nicht mit seiner Stammformation. "Es wird der eine oder andere Spieler eine Bewährungschance bekommen, auch der eine oder andere Neuling. Wichtig ist die Partie in Bratislava. Da müssen wir topfit und am Limit sein. Das Georgien-Spiel ist zum Probieren da", sagte Löw.

Löw hat im Vorfeld bereits etliche Absagen hinnehmen müssen: Christoph Metzelder, Per Mertesacker, Jens Nowotny, Robert Huth, Gerald Asamoah, Tim Borowski und Sebastian Kehl fallen für die beiden kommenden Spiele aus. Somit muss Löw erneut auf alle vier bei der WM eingesetzten Innenverteidiger verzichten.

Heute kam dann noch ein neuer Problemfall hinzu. Auch der angeschlagene Gladbacher Jansen musste passen: Der 20 Jahre alte Verteidiger zog sich beim 0:3 der Borussia am vergangenen Samstag bei Werder Bremen einen Außenmeniskuseinriss im rechten Knie zu. Das ergab eine Kernspintomographie.

"Natürlich bin ich etwas niedergeschlagen, ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass so etwas passiert ist. Aber jetzt muss ich halt sehen, dass ich so schnell wie möglich wieder spielen kann", sagte Jansen. Sein angeschlagener Mannschaftskollege Oliver Neuville wird dagegen morgen wie geplant zur Nationalmannschaft reisen.

Für die Trainingswoche in Berlin hat der Bundestrainer für einige "stark belastete Spieler wie Miroslav Klose, Torsten Frings oder Philipp Lahm ein individuelles Programm oder auch mal einen Regenerationstag" angekündigt. Diese Akteure würden gegen Georgien "sicher auch nicht über 90 Minuten spielen". Man werde in dieser Partie auf jeden Fall das Wechselkontingent von sechs Spielern ausschöpfen.

Das wiederum bedeutet, dass sich die Neulinge Jan Schlaudraff, Clemens Fritz und Piotr Trochowski durchaus Chancen auf ihren ersten Einsatz im A-Team ausrechnen dürfen. Zunächst einmal will Löw aber "in aller Ruhe" Gespräche mit den drei Profis führen, "um ihnen zu erklären, was wir von ihnen erwarten. Sie müssen unsere Anforderungen und unsere Spielphilosophie umsetzen". Zudem müssten sich Spieler, die neu zum DFB-Kader stoßen oder im Blickfeld sind, weiterhin auch in der Bundesliga ständig beweisen, so Löw.

mig/sid