DFB-Gegner Schweden: Ibrahimovic pünktlich fit - DER SPIEGEL
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DFB-Gegner Schweden Ibrahimovic pünktlich fit

Der schwedische Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic hat rechtzeitig zum Achtelfinalspiel gegen Deutschland seine Leistenverletzung auskuriert. Doch nicht nur das stimmt Schweden positiv - eine Sicherheitslücke im deutschen Team nährt die skandinavischen Hoffnung.
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München - "Wenn beim Abschlusstraining nichts mehr passiert, ist es gut möglich, dass er morgen spielt", sagte Lars Lagerbäck. Somit steht dem Trainer der Schweden einen Tag vor dem Achtelfinale in München (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) der komplette Kader zur Verfügung.

Ibrahimovic zog sich beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen Paraguay (1:0) eine Leistenverletzung zu, spielte aber noch eine Halbzeit und musste dann ausgewechselt werden. Beim entscheidenden Gruppenspiel der Schweden gegen England (2:2) fehlte er dann wegen dieser Blessur.

"Zlatan hat vor zwei Tagen 65 Minuten trainiert, und das war sehr positiv", sagte Lagerbäck, "er hatte keine Probleme heute." Fraglich ist, ob der Stürmer von Juventus Turin in der Startformation stehen oder erst später eingewechselt wird - eine Überlegung, die vor einem Jahr noch völlig undenkbar gewesen wäre. Doch Ibrahimovic hat in Italien nur eine durchwachsene Saison gespielt und auch sein Auftritt beim 0:0 gegen Trinidad und Tobago war wenig zufriedenstellend. Zudem gibt es einige Argumente für Ibrahimovic-Vertreter Marcus Allbäck. Dieser bereitete das schwedische Siegtor gegen Paraguay vor und erzielte selbst einen Treffer beim 2:2 gegen England.

Während sich Lagerbäck bedeckt hält, wird unter schwedischen Experten und Fans diese Personalie heftig diskutiert. Bei einer Internet-Abstimmung von Schwedens größter Zeitung "Aftonbladet" votierten 61 Prozent für den ehemaligen Rostocker Allbäck. Der 32-Jährige, der nach seinem Bundesliga-Abstecher für den FC Kopenhagen spielt, gilt vielen als zuverlässiger und derzeit treffsicherer als der launische Ibrahimovic.

Von besonderen Maßnahmen werde man im Spiel gegen den favorisierten dreimaligen Weltmeister absehen, erklärte Lagerbäck weiter. "Wir wollen unser eigenes Spiel spielen", sagte der 58-Jährige, der seine Elf eher defensiv ausrichten will. Eine Sonderbewachung für Michael Ballack werde es nicht geben. Der deutsche Kapitän macht Lagerbäck keine Angst. "Wir wissen, dass er ein guter Spieler ist. Aber wir setzen auf unsere eigene Stärke", sagte er. Der Schwede verglich die Spielweise der Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit der der englischen Auswahl, "außer dass England mehr mit langen Bällen spielt".

Respekt äußerte der schwedische Kapitän und Innenverteidiger Olof Mellberg vor dem deutschen Sturm. Miroslav Klose und Lukas Podolski seien "sehr gute Stürmer. Es wird schwierig, gegen sie zu spielen, aber unsere Vorbereitung haben wir wegen ihnen nicht geändert", sagte der 28-Jährige und fügte hinzu: "Wenn wir die Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen England wiederholen, haben wir eine gute Chance zu gewinnen."

Furchterregender findet die Zeitung "Svenska Dagbladet" das DFB-Team: "Die Heim-Mannschaft kann mit dem kleinen Kaninchen Lahm von hinten über den Kronhirsch Ballack im Zentrum und das Wildschwein Schweinsteiger bis vorne zu Puma Klose gnadenlos zuschlagen." Große Hoffnungen setzen die Skandinavier in das Duell Fredrik Ljungberg kontra Arne Friedrich auf der rechten deutschen Abwehrseite. "Er ist das deutsche Sicherheitsrisiko", urteilte "Expressen" über den Berliner.

fpf/sid/dpa

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