Deutscher Fußball-Bund Löw traut Flick den Sportdirektor-Posten zu
Co-Trainer Flick (l.), Bundestrainer Löw: "Er könnte das"
Foto: Alex Grimm/ Getty ImagesHamburg - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sucht einen Sportdirektor - und so langsam zeichnet sich ein Top-Kandidat ab: Hansi Flick. Der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw hat nun die Freigabe von seinem Chef bekommen.
"Ich würde ihn gerne in meinem Team behalten, aber einem Mitarbeiter, der mich in den vergangenen Jahren so unterstützt hat, auch keine Steine in den Weg legen", sagte Löw, der seit seinem Antritt als Bundestrainer 2006 mit Flick zusammenarbeitet.
An den Qualitäten seines Assistenten hat Löw keine Zweifel: "Wenn Hansi Flick einer der Kandidaten ist, freut es mich für ihn. Ich bin auch der Meinung, dass er das machen könnte und diese Aufgabe erfüllen würde." Flick hat nach Informationen des "Kicker" und der "Bild"-Zeitung Interesse an dem Posten bekundet.
Eine Doppelposition von Flick, der angeblich erst nach der WM 2014 den Posten übernehmen will, schließt der 53-Jährige jedoch aus. "Das kann ich mir nicht vorstellen. Beide Ämter erfordern 100 Prozent Einstellung, Einsatz, Begeisterung und Intensität. Man kann diese Aufgaben nicht einfach so nebenbei bewältigen", sagte Löw.
Der DFB hatte angekündigt, möglichst im Oktober den neuen Sportdirektor präsentieren zu wollen, nachdem der bisherige, Robin Dutt, Ende Mai vorzeitig beim DFB um die Auflösung seines Vertrags gebeten hatte und nach der Zustimmung des Verbands als Chefcoach zum Bundesligisten Werder Bremen gewechselt war.
Der Posten hatte zuletzt für einige Diskussionen gesorgt. Neben der Frage, welche Funktionen, Aufgaben und Kompetenzen der neue Sportdirektor haben solle, hatte es auch Streit zwischen dem DFB und der DFL gegeben. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte ein Mitspracherecht bei der Besetzung gefordert.