DFB: "MV" kritisiert den "Blender" Beckenbauer - DER SPIEGEL
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DFB "MV" kritisiert den "Blender" Beckenbauer

Franz Beckenbauers Beinamen sind "Lichtgestalt" und "Kaiser". Doch der designierte DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder wünscht sich von seinem Stellvertreter etwas mehr Zurückhaltung.
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Hamburg - In einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview des Magazins "Stern" kritisierte Mayer-Vorfelder die "grenzenlose Freiheit", die Beckenbauer als "Lichtgestalt" des deutschen Fußballs in der deutschen Medienlandschaft genieße. "Er sagt heute A, morgen sagt er B - und jeder nimmt das hin."

Der frühere Vereinschef des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart, der am 28. April die Nachfolge von DFB-Präsident Egidius Braun antreten soll, rügte Journalisten und Beckenbauer zugleich: "Der sagt was, denkt nicht groß darüber nach, und das steht dann da."

"Mit dem Licht blendet er die Journalisten"

Er habe dem Präsidenten des deutschen Rekordmeisters schon oft geraten, vorsichtiger zu sein, sagte Mayer-Vorfelder. "Aber warum soll er das sein? Mit dem Licht, das er ausstrahlt, blendet er die Journalisten. Er ist ein Phänomen", fügte der designierte DFB-Chef hinzu.

Zugleich versicherte Mayer-Vorfelder, er werde als DFB-Präsident die anstehenden Aufgaben in den Griff bekommen. "Dieser Verband mit all seinen Problemen braucht jetzt einen Steuermann mit großer Erfahrung, damit keine Gräben zwischen Amateur- und Profifußball entstehen. Und wenn ich am Steuer stehe, läuft das Schiff nicht auf Grund", versprach der 68-jährige Ex-Finanzminister von Baden-Württemberg.