Trotz WM-Debakel und Nations-League-Abstieg Nationalelf bleibt "Die Mannschaft"
Oliver Bierhoff
Foto: Simon Hofmann/ Bongarts/Getty ImagesDer Deutsche Fußball-Bund (DFB) möchte auch zukünftig an der Bezeichnung "Die Mannschaft" für die Deutsche Nationalmannschaft festhalten. Dies wurde in einem entsprechenden Beschluss des Präsidiums festgelegt. Damit widersetzt sich der Verband der vermehrten Kritik an der Vermarktung der Nationalelf nach dem erfolglosen Länderspieljahr 2018, dem bisher schwächsten in der Geschichte.
"Nach der WM haben wir vieles kritisch hinterfragt, auch die Marke 'Die Mannschaft'", sagte Oliver Bierhoff der "Bild"-Zeitung. Der Nationalmannschaftsdirektor verwies auf eine "unabhängige Untersuchung", die er vergangene Woche der DFB-Spitze in Hamburg vorgestellt hatte und die den Verband darin bestärke, "weiter daran festzuhalten".
Die Studie habe eine hohe Akzeptanz bei jungen Menschen und vor allem Frauen festgestellt. Skeptisch seien vor allem Männer ab 60 Jahren. Auch im Ausland habe der Name einen hohen Wiedererkennungswert. Dies hatte Bierhoff im Juni 2015 auch als Begründung für die Einführung der "neuen Wort-Bild-Marke" genannt.
Hausgemachte Diskussion
Auf offizieller Ebene hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel die Diskussion um den Namen angestoßen. Dieser hatte als Reaktion auf die enttäuschende Weltmeisterschaft in Russland gesagt: "Ich nehme auch wahr, dass an der Basis der Begriff 'Die Mannschaft' als sehr künstlich empfunden wird. Auch das sollten wir auf den Prüfstand stellen."
Generalsekretär Friedrich Curtius sagte in der "Bild"-Zeitung, man wolle den Namen zukünftig "dezenter platziert und zurückhaltender" nutzen. Ob es künftig auch wieder Turnierslogans geben wird, wie 2014 "Bereit wie nie" oder 2018 "Best neVer rest" und. "#zsmmn", ist nach dem Wechsel des dafür mitverantwortlichen Sponsors Mercedes offen.
Das nächste Spiel der "Mannschaft" wird am 20. oder 21. März in Wolfsburg stattfinden, der Gegner ist bislang noch nicht bekannt.