Achtelfinale des DFB-Pokals: BVB krönt Meisterjahr mit Sieg
Fünf Tore gegen Hannover Dortmund zaubert sich ins Viertelfinale
Hamburg - Ein überragender Mario Götze hat Titelverteidiger Borussia Dortmund ins Viertelfinale des DFB-Pokals geschossen. Der 20-Jährige erzielte beim souveränen 5:1 (3:0)-Sieg gegen Hannover 96 drei Tore (3./40./84. Minute), zudem trafen Jakub Blaszczykowski (18.) und Robert Lewandowski (90.) für den BVB. Mame Diouf erzielte Hannovers einzigen Treffer (79.).
"Das war außergewöhnlich. Die Mannschaft hat ein phantastisches Spiel gemacht. Wir haben tollen Fußball gespielt. Wir haben richtig Lust auf den Wettbewerb", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Spiel. Nun bekommt es sein Team mit dem FC Bayern zu tun, wie die Auslosung am Abend ergab - es ist die Neuauflage des Finales der vergangenen Saison, als Dortmund 5:2 triumphierte.
Mehr Mühe als der BVB hatte im Achtelfinale der VfB Stuttgart beim 2:1 (2:0) gegen den Zweitligisten 1. FC Köln. Zuvor hatten bereits Wolfsburg und der VfL Bochum die nächste Runde erreicht.
Dortmund spielte vom Anpfiff an groß auf. Nach einer Kopfballvorlage von Kevin Großkreutz schob Götze den Ball bereits nach drei Minuten zum 1:0 über die Linie. Wenig später rettete 96-Torhüter Ron-Robert Zieler gegen den freistehenden Robert Lewandowski.
Hannover hingegen gelang fast nichts, der Spielaufbau endete zumeist schon an der Mittellinie. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka beschränkte sich in der Folge auf Konterversuche - und selbst die waren selten.
Beim zweiten BVB-Treffer bediente Marco Reus seinen Kollegen Blaszczykowski, der polnische Nationalspieler verwandelte frei vor Zieler. Ein Kunstwerk war dann Götzes zweiter Treffer: Bei einem Freistoß sprang nur ein Hannover-Spieler in der Mauer hoch, und genau unter diesem hindurch schoss Götze den Ball ins Tor.
Auch in der zweiten Halbzeit spielte vor allem Dortmund, Zieler wehrte einen Schuss Lewandowskis gerade noch zur Ecke ab (52.). Es bedurfte eines Fehlers von Mats Hummels, um Hannover wenigstens noch einen Treffer zu ermöglichen. Der Innenverteidiger rutschte aus, 96 kam in Ballbesitz. Diouf verwandelte eine Flanke per Kopf zum 1:3 (79.). Doch Götze stellte mit einer schönen Volleyabnahme nach Flanke von Lewandowski den alten Abstand wieder her.
VfB Stuttgart - 1. FC Köln 2:1 (2:0)
Stuttgart tat sich in einem umkämpften Spiel gegen Köln lange schwer. Der FC war fast nur auf Ballsicherung und -kontrolle aus, Konter nach Ballgewinn waren selten. Chancen ergaben sich für die Gäste so nur über Standards oder Distanzschüsse.
Der VfB kam in der 22. Minute zu seiner ersten Chance. Nach einer Flanke von Shinji Okazaki köpfte Vedad Ibisevic aus vier Metern in die linke untere Torecke - doch FC-Keeper Thomas Kessler, der sein erstes Saisonspiel absolvierte, tauchte ab und parierte stark.
Bei der Direktabnahme von Christian Gentner aus sieben Metern (31.) zum 1:0 war Kessler aber ebenso machtlos wie bei Ibisevics Elfmeter (35.). Verursacht hatte den Strafstoß Linksverteidiger Hector, als er einen Schuss von Martin Harnik mit dem linken Ellbogen abwehrte.
In der zweiten Halbzeit spielte Köln auch nach vorne deutlich besser, kam zu guten Chancen. Die beste hatte Mato Jajalo, doch sein Freistoß landete am Lattenkreuz (75.). Kurz darauf nahm Christian Clemens eine Hereingabe gut mit und verwandelte frei vor Sven Ulreich zum 1:2 (80.). Köln riskierte in der Schlussphase alles, um noch zum Ausgleich zu kommen, doch es reichte nicht mehr.