DFB-Pokal: Hertha mit Ach und Krach weiter - DER SPIEGEL
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DFB-Pokal Hertha mit Ach und Krach weiter

Trotz eines Blitzstarts kam der Bundesligist Hertha BSC Berlin beim Regionalligisten Rot-Weiss Erfurt nur zu einem mühsamen Pokalerfolg.
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Erfurt - Hertha BSC Berlin ist dank eines Treffers von Pal Dardai nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Die mit einer "Rumpfelf" aufgelaufenen Hauptstädter zitterten sich im Auftaktspiel der zweiten Runde des DFB-Pokals zu einem 2:1 (1:1, 1: 1) nach Verlängerung beim Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt. Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Ungar Dardai in der 92. Minute.

Erfurt trifft dreimal Aluminium


Kapitän Stefan Beinlich hatte den haushohen Favoriten fünf Tage vor dem Bundesliga-Schlager am Sonntag gegen den neuen Weltpokalsieger Bayern München mit einem Blitztor nach nur 44 Sekunden in Führung gebracht, bevor Ronny Hebestreit (44.) für die Gastgeber per Kopf ausgleichen konnte. In der zweiten Hälfte hatte Hertha unglaubliches Glück, als zuerst ein Kopfball des eigenen Abwehrspielers Andreas Schmidt (70.) an den Pfosten und dann ein 18-Meter-Schuss des Erfurters Norman Loose (71.) an die Latte krachte. In der Verlängerung traf Marco Dittgen (115.) nochmals den Pfosten des Berliner Tores.

Vor 6220 Zuschauern starteten die ohne zehn Topspieler aufgelaufenen Berliner optimal und kamen gleich beim ersten Angriff durch Beinlich zur Führung. Danach schalteten die spielerisch überlegenen Gäste jedoch in den Schongang, und der Sechste der Regionalliga Süd deckte erschreckende Schwächen in der Hertha-Abwehr auf.

"Sehr, sehr, sehr viel Glück"


"Mein Team hat ein Riesenspiel gemacht - nicht nur kämpferisch, sondern vor allem spielerisch", freute sich anschließend Erfurts Coach Jens Große. Sein Berliner Trainerkollege Jürgen Röber musste dagegen zerknirscht feststellen, dass "wir hier nur mit sehr, sehr, sehr viel Glück gewonnen haben." Wie oft bei Pokalspielen war ein Klassenunterschied zwischen beiden Teams nicht auszumachen. Die ungewöhnliche Anstoßzeit (13.30 Uhr) kam zustande, weil die Erfurter nicht über ein funktionierende Flutlichtanlage verfügen.

Rot-Weiß Erfurt - Hertha BSC Berlin 1:2 (1:1, 1:1) n.V.
0:1 Beinlich (1.)
1:1 Hebestreit (44.)
1:2 Dardai (92.)
Erfurt: Twardzik - Bach, Ziegner, Gansauge, Loose - Pätz (103. Dittgen), Sträßer, Raspe (91. Oswald), Seifert (66. Hartung) - Hebestreit, Fuchs
Berlin: Fiedler - Hartmann, Sverrisson, Schmidt, Lapaczinski - Maas, Tretschok, Beinlich (46. Dardai), Neuendorf - Pinto (46. Alves/91. Goor), Daei
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 6220
Gelbe Karten: - Neuendorf, Dardai, Hartmann