DFB-Pokal: HSV Köln, Union Kaiserslautern - DER SPIEGEL
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HSV im DFB-Pokal: Ein Traumtor, ein Glückstor

Foto: Christian Charisius/ dpa

DFB-Pokal HSV zittert sich gegen Köln ins Viertelfinale

Großes Aufatmen beim Hamburger SV: Die Mannschaft von Bert van Marwijk hat mit einem Sieg gegen den lange ebenbürtigen 1. FC Köln das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Zweitligist Kaiserslautern hatte keine Mühe mit Ligakonkurrent Union Berlin.
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Hamburg - Von einer "großen Chance" hatte Oliver Kreuzer, Sportchef des Hamburger SV, vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den 1. FC Köln gesprochen; die Hamburger haben sie genutzt: 2:1 (1:0) bezwangen sie zu Hause den über weite Strecken ebenbürtigen Zweitligisten. Die Tore für Hamburg schossen Maximilian Beister (42. Minute) und Ivo Ilicevic (85.), den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Adam Matuschyk (54.). Im zweiten frühen Duell des Abends besiegte der 1. FC Kaiserslautern Union Berlin 3:0 (2:0).

Mit breiter Brust war Köln, Tabellenführer der zweiten Liga, nach Hamburg gereist: Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Clubs im Jahr 2011, damals noch in der Bundesliga, gewannen die Kölner 4:3. Zudem konnten sie erst vor wenigen Tagen in Hamburg Selbstvertrauen sammeln, als sie dem FC St. Pauli eine 3:0-Pleite bescherten. "Man kann Außergewöhnliches nur erreichen, wenn man daran glaubt", sagte FC-Trainer Peter Stöger vor der Partie - und er glaube fest daran.

Noch etwas forscher gab man sich auf Seiten des Hamburger SV: "Wir sind die bessere Mannschaft", sagte Sportchef Kreuzer. Allerdings musste HSV-Coach auf den am Sprunggelenk verletzten Kapitän Rafael van der Vaart verzichten, auch Heiko Westermann fiel mit Knieproblemen aus.

Das merkte man der Mannschaft von Bert van Marwijk an, sie fand nur langsam in die Begegnung. Dafür erarbeiteten sich die Gäste im ausverkauften Hamburger Stadion leichte Vorteile und hatten mehrfach die Möglichkeit zur Führung. Doch erst rutschte Slawomir Peszko zweimal knapp am Ball vorbei (28. und 31.), dann scheiterte Matuschyk (32.) in aussichtsreicher Position an HSV-Torhüter René Adler.

Auf der Gegenseite machte es Beister kurz vor der Pause besser und traf nach einer Flanke von Marcell Jansen mit einem Volleyschuss zum 1:0.

Mit Elan startete der HSV in die zweite Hälfte. Pierre-Michel Lasogga setzte seinen strammen Schuss in der 48. Minute rechts am Tor vorbei und vertändelte kurz darauf den Ball nach einem Alleingang. Köln wirkte überrascht von den Angriffsbemühungen der Gastgeber - um dann nach einem Fehlpass Johan Djourou wie aus dem Nichts durch Matuszczyk zum Ausgleich zu kommen. Weniger später hätte Patrick Helmes sogar erneut die Führung für Köln besorgen können, scheiterte aber an der Latte (59.).

Die Partie verflachte in der Folge zunehmend, alles schien auf eine Verlängerung zuzulaufen. Doch ein kurzer Moment der Unachtsamkeit der Kölner reichte dem HSV erneut zur Führung durch Ilicevic, der einen Abpraller zum 2:1-Endstand nutzte.

Union Berlin - 1. FC Kaiserslautern 0:3 (0:1)

Der 1. FC Kaiserslautern setzte sich souverän bei Union Berlin durch und steht erstmals seit der Saison 2010/2011 wieder im Pokal-Viertelfinale. Beim 3:0 (2:0) waren Willi Orban (18.), Simon Zoller in der Nachspielzeit der ersten Hälfte und Marcel Gaus (83.) die Torschützen für den FCK. Bereits vor zehn Tagen hatte Lautern die Berliner in der Liga 3:0 bezwungen.

Im Duell des Sechsten (Berlin) gegen den Dritten (Lautern) der zweiten Liga hatten die Gäste von Beginn an Vorteile. Sie agierten cleverer und erspielten sich in der Offensive immer wieder Freiräume. In der 18. Minute verlängerte Orban eine Flanke von Enis Alushi per Kopf zur Führung. Danach hätten Olivier Occéan und Alushi erhöhen können. Die Berliner hatten nur eine gute Möglichkeit, als Adam Nemec eine Flanke knapp verpasste. Kurz vor der Pause war Zoller nach einer Ecke zur Stelle und erhöhte auf 2:0.

In der 55. Minute wurde Union durch die Einwechslung von Simon Terodde stärker. Der Stürmer hatte zweimal die Chance zum Anschluss, er scheiterte jedoch jeweils an FCK-Torwart Tobias Sippel. In der Schlussphase erzielte Terodde noch einen Treffer, doch Schiedsrichter Peter Sippel entschied auf Abseits. Gaus sorgte dann bei einem Konter für die Entscheidung.

psk/max/sid