DFB-Pokal KSC kegelt den HSV raus
Karlsruhe - Der "Tanz auf drei Hochzeiten" ist für den Fußball-Bundesligist Hamburger SV zu Ende. Der stark ersatzgeschwächte Champions-League-Teilnehmer verlor in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligaspitzenreiter Karlsruher SC 0:1 (0:0) und verpasste den Sprung ins Achtelfinale. Der Treffer von Vitus Nagorny (70.) besiegelte das Aus den HSV, der damit weiterhin auf seinen vierten Pokal-Sieg nach 1963, 1976 und 1987 warten muss.
Vor 25.000 Zuschauern im Wildparkstadion machte sich die personelle Notsituation der Hanseaten zunächst kaum bemerkbar. HSV-Trainer Frank Pagelsdorf musste gegen den ambitionierten Drittligisten auf fünf verletzte Akteure - darunter auch Nico Kovac (Muskelfasserriss) - verzichten und schonte zudem leicht angeschlagene Spieler wie Ingo Hertzsch und der Sergej Barbarez. Seine zunächst klare Überlegenheit konnte der Bundesliga-Achte allerdings nicht in Tore ummünzen. Roy Präger (7./54.) und Marcel Ketelaer (11./28./42.) scheiterten freistehend am glänzend disponierten KSC-Keeper Thomas Walter oder am Pfosten.
Erst Mitte der ersten Halbzeit kamen die von Ex-Europameister Stefan Kuntz trainierten Karlsruher besser ins Spiel und kauften dem HSV immer mehr den Schneid ab. "Das könnte das Sahnehäubchen auf diesen erfolgreichen Monat werden", hatte Kuntz vor dem Anpfiff geunkt. Erst am Sonntag hatte der Pokalfinalist von 1997 nach einer Siegesserie den Platz an der Sonne in der Regionalliga Süd erklommen.
In der zweiten Halbzeit war von einem Klassenunterschied nicht mehr viel zu sehen. Der KSC, der in der ersten Runde den Zweitligisten Chemnitzer FC ausgeschaltet hatte, bestimmte sogar das Geschehen. Angeführt vom emsigen Aydin Cetin überzeugten die Gastgeber und wurden für ihre Vorstellung letztlich belohnt.
Bei Karlsruhe überzeugten Cetin und Nagorny. Präger sowie Ketelaer verdienten sich beim HSV noch die besten Noten.
Von Ulrike Lange, sid