DFB-Pokal: Lienen weg, Köln siegt - DER SPIEGEL
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DFB-Pokal Lienen weg, Köln siegt

Die Entlassung von Trainer Ewald Lienen scheint die Spieler des 1. FC Köln motiviert zu haben. Der Abstiegskandidat setzte sich völlig überraschend im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Hertha BSC durch. Schalke und Leverkusen erreichten ebenfalls das Halbfinale.
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Hamburg - Der 1. FC Köln gewann zwei Tage nach dem Rauswurf von Lienen am Mitwochabend bei Hertha BSC mit 2:1 (1:1/0:0) nach Verlängerung. Der vom Ex-Coach ausgemusterte Dirk Lottner erzielte vor 17.202 Zuschauern den Siegtreffer (106.).

Nach dem Ende der regulären Spielzeit hatte es 1:1 (0:0) gestanden. Dem eingewechselten Berliner Bart Goor (47.) war der Führungstreffer gelungen. Marc Zellweger hatte mit einem unhaltbaren Schuss aus 22 Metern für den Ausgleich gesorgt.

Für den Kölner Interimscoach Christoph John, der sonst die FC-Amateure trainiert, war es somit ein Einstand nach Maß. Der 1. FC Köln, der in der Bundesliga auf den drittletzten Platz abgerutscht ist, erreichte unter dem 43-Jährigen erstmals seit 1995 wieder ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Der FC Schalke gewann gegen Zweitligist Rot-Weiß Oberhausen mit 2:0 (1:0). Auch Bayer Leverkusen behielt vor heimischem Publikum die Oberhand. Der Bundesliga-Tabellenführer schlug den Ligakonkurrenten 1860 München mit 3:0 (0:0). Die Abschlusspartie in der Runde der letzten acht bestreiten am Mittwoch der 1. FC Kaiserslautern und Bayern München. Die Paarungen des Halbfinales werden am Samstag im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF gezogen.

Wieder reichlich Berbatow-Tore bei Bayer-Sieg

Bundesliga-Tabellenführer Leverkusen war schon in der ersten Halbzeit die überlegene Mannschaft. Die "Löwen" konnten sich bei Torwart Simon Jentzsch bedanken, dass sie nicht bereits vor der Pause in Rückstand gerieten. Der 1860-Keeper rettete bei Chancen von Michael Ballack (19.), Zé Roberto (28.) und Dimitar Berbatow (40.), der für den verletzten Nationalspieler Oliver Neuville in die Mannschaft gekommen war.

In der 66. Minute war jedoch auch Jentzsch machtlos. Berbatow, der am Mittwoch 21 Jahre alt wurde, traf vor 17.000 Zuschauern in der diesmal nicht ausverkauften BayArena per Fallrückzieher zum 1:0. Sieben Minuter später schlug der Bulgare nach einem Zuspiel von Bayer-Sturmkollege Ulf Kirsten erneut zu. Beim Zweitrundenspiel in Bochum (3:2) hatte Berbatow sogar drei Treffer erzielt. Thomas Bradaric (80.) sorgte für die endgültige Entscheidung.

Mit dem Erfolg über 1860 München hat Leverkusen zum fünften Mal in seiner Vereinsgeschichte das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Bereits in vier Tagen steht das nächste Schlagerspiel für den Spitzenreiter an: Am Sonntag muss Bayer beim mit acht Punkten zurückliegenden Rekordmeister FC Bayern München antreten.

Schalke drückend überlegen

Keine Mühe hatte Schalke im Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen. Vor 54.610 Zuschauern in der erstmals bei einem Pflichtspiel nicht ausverkauften Arena "Auf Schalke" waren die Gelsenkirchener von Beginn an die druckvollere Mannschaft. Das Team von Trainer Huub Stevens konnte jedoch nicht an die Galavorstellung vom vergangenen Samstag beim 5:1-Sieg gegen Bayern München anknüpfen.

Jörg Böhme erzielte nach einer halben Stunde per Foulelfmeter das 1:0 gegen das Schlusslicht der zweiten Liga. Ebbe Sand war zuvor im Strafraum vom Oberhausener Thorsten Judt umgerissen worden Andreas Möller (86.) machte mit dem zweiten Schalker Treffer den Einzug ins Halbfinale perfekt. Der belgische Nationalspieler Emile Mpenza, der gegen die Bayern der herausragende Spieler war, wurde von Stevens geschont.