DFB-Pokal: Schalke darf nach Berlin - DER SPIEGEL
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DFB-Pokal Schalke darf nach Berlin

Mit einem souveränen 3:0-Sieg beim VfB Stuttgart erreicht der FC Schalke 04 zum ersten Mal seit 29 Jahren wieder das Finale des DFB-Pokals.
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Stuttgart - Im so genannten vorweggenommenen Endspiel setzte sich der Cupsieger von 1937 und 1972 beim Bundesliga-Konkurrenten Stuttgart durch und geht nun als klarer Favorit ins Endspiel am 26. Mai in Berlin gegen den 1. FC Union Berlin. Der Drittligist hatte sich mit 4:2 (2:2, 1:0) im Elfmeterschießen gegen die klassenhöhere Borussia aus Mönchengladbach durchgesetzt.

Vor 35 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion erzielten Ebbe Sand (3.), Gerald Asamoah (6.) und Emile Mpenza (18.) die Tore für die ersatzgeschwächten Schalker, die dieses Halbfinalspiel wieder mit Andreas Möller bestreiten konnten.

Die Rückkehr des Spielmachers, der zuletzt bei der 1:4-Niederlage im Bundesligaspiel bei Energie Cottbus wegen einer Sehnenentzündung im Knie gefehlt hatte, wirkte sich ausgesprochen belebend aus. "Wir haben heute Aggressivität und Leidenschaft gezeigt", erklärte der ehemalige Dortmunder nach dem Erreichen des Finales, "das ist ein einmaliges Erlebnis. Wir sind Favorit, aber Union Berlin ist ein sehr, sehr schwerer Gegner."

Optimale Ausbeute - drei Versuche, drei Tore

Wie aus einem Guss trumpften die Gäste auf und versetzten den Schwaben, die am Samstag noch an gleicher Stelle mit 6:1 über den 1. FC Kaiserslautern triumphiert hatten, schon in der Anfangsphase die entscheidenden Treffer. Drei Versuche, drei Tore: Bei den Schalkern klappte anfangs alles.

Erst war Torjäger Sand nach Mpenzas Maßflanke per Kopf zur Stelle, drei Minuten später traf Asamoah mit einem 22-Meter-Linksschuss genau in den Winkel. Schon dieser Doppelschlag, dem Mpenza nach einem Konter über Möller den dritten Treffer folgen ließ, lähmte den VfB, bei dem auch der nach seiner Sperre wieder einsatzbereite Spielmacher Krassimir Balakow kaum für Ordnung sorgen konnte.

"So viele Fehler darf man einfach nicht machen"

"Da leidet man mit. Wir haben eine einmalige Chance und machen so viele Fehler. Das darf man einfach nicht machen", kritisierte der ehemalige Stuttgarter Clubchef und designierte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder den indiskutablen Auftritt der ersten 45 Minuten.

Nach dem Wechsel versuchten die Schwaben der Partie noch eine Wende zu geben. Doch im entscheidenden Augenblick fehlte dem VfB auch das Quäntchen Glück: Adhemar (47.) und Viorel Ganea (74.) trafen bei guten Chancen nur die Latte. Auf der Gegenseite hätte aber auch Asamoah (50./81.) für Schalke erhöhen können.


VfB Stuttgart - FC Schalke 0:3 (0:3)
0:1 Sand (3.)
0:2 Asamoah (6.)
0:3 Mpenza (18.)
VfB Stuttgart: Hildebrand - Schneider, Soldo, Bordon - Thiam - Lisztes (20. Seitz), Balakow, Kauf (46. Pinto), Gerber (71. Tiffert) - Adhemar, Ganea
FC Schalke 04: Reck - Hajto, Happe, van Kerckhoven - Büskens (74. Eigenrauch) - van Hoogdalem, Möller, Nemec, Asamoah (85. Kmetsch) - Sand (78. Mulder), Mpenza
Schiedsrichter: Berg (Konz)
Zuschauer: 38.000
Gelbe Karten: Bordon - Nemec