DFB-Pokal: Schalke gewinnt und Viktoria Köln schlägt Union - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

DFB-Pokal: Wolfsburg souverän, Schalkes Fünferpack

Foto: AP/dpa

DFB-Pokal Schalke siegt souverän, Union blamiert sich in Köln

Schalke 04 hat ohne Probleme die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Auch Titelverteidiger Wolfsburg setzte sich durch. Werder Bremen entging knapp einer Blamage. Für die größte Überraschung sorgte Viertligist Viktoria Köln.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

MSV Duisburg - FC Schalke 0:5 (0:3)

Als einziger Bundesligist musste Schalke am Nachmittag bei einem Zweitligisten antreten. Doch der MSV Duisburg war nicht die erwartet schwierige Aufgabe für die Gelsenkirchener. Die Schalker gewannen souverän und ungefährdet. Bereits in der 3. Minute brachte Klaas-Jan Huntelaar die Gäste in Führung, Matija Nastasic erhöhte in der 39. Minute auf 2:0.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Duisburger schon nicht mehr in voller Besetzung, Branimir Bajic hatte binnen fünf Minuten zwei Gelbe Karten gesehen und musste mit Gelb-Rot vom Platz (32.). Noch vor der Pause erzielte Johannes Geis per direkt verwandeltem Freistoß das 3:0 für Schalke (45.+1). In der zweiten Halbzeit trafen noch der von Werder Bremen gekommene Franco di Santo zum 4:0 (63.) und Leon Goretzka zum Endstand (85.).

FC Viktoria Köln - 1. FC Union Berlin 2:1 (0:1)

Der Viertligist hat für die erste Pokalüberraschung gesorgt. Collin Quaner brachte Zweitligist Union zunächst aus abseitsverdächtiger Position in Führung (42.). Kurz nach der Halbzeit verpasste der Berliner Kapitän Damir Kreilach die Entscheidung. Er schoss einen Foulelfmeter neben das Tor (48.) und ermöglichte dem Regionalligisten damit, das Spiel zu drehen. Nach einem Pfostentreffer von Jules Reimerink traf Mike Wunderlich zum Ausgleich (68.). Sechs Minuten später erzielte Reimerink nach einem Solo von Jules Schwadorf die Führung. Die Kölner ziehen damit erstmals seit der Saison 1991/1992 in die zweite Pokalrunde ein.

Würzburger Kickers - Werder Bremen 0:2 (0:0, 0:0) n.V.

Mit viel Glück hat Werder Bremen die erste Runde überstanden. Drittligist Würzburg erzielte in der 78. Minute den Führungstreffer, dieser wurde aber wegen Abseits von Schiedsrichter René Rohde nicht anerkannt - eine Fehlentscheidung. In der Nachspielzeit berührte Bremens Torwart Felix Wiedwald den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand, was der Referee übersah. In der Verlängerung waren es dann Anthony Ujah (102.) und Fin Bartels (108.), die für Werders Sieg sorgten.

Stuttgarter Kickers - VfL Wolfsburg 1:4 (0:2)

Der Titelverteidiger hat sich gegen den Drittligisten aus Stuttgart souverän für die zweite Runde qualifiziert. Nach einer Flanke von Kevin De Bruyne köpfte Max Kruse den VfL bereits in der 4. Minute in Führung. Bas Dost erhöhte nach starker Vorarbeit des Torschützen (45.). De Bruyne sorgte mit einem sehenswerten Außenrist-Schuss kurz nach dem Seitenwechsel dann für die Entscheidung - 0:3 (47.). Lhadji Badianes Ehrentreffer verhinderte nicht, dass die Kickers zum dritten Mal in Folge in Runde eins scheiterten. Der eingewechselte Nicklas Bendtner setzte mit seinem Treffer zum 4:1 aus Sicht der Gäste den Schlusspunkt (86.).

SV Meppen - 1. FC Köln 0:4 (0:2)

Bereits in der ersten Minute stellte der FC den Klassenunterschied unter Beweis. Anthony Modeste traf nach nur 44 Sekunden zur Führung. Per Elfmeter erzielte Kölns neuer Stürmer sein zweites Tor (27.). Zuvor hatte Meppens Torwart Benjamin Gommert für sein Foul die Rote Karte gesehen - eine zu harte Entscheidung (24.). In Überzahl war der Einzug in die zweite Runde zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet. Modestes dritter Treffer (79.) und Kevin Zoller (87.) sorgten für den Endstand.

Sportfreunde Lotte - Bayer Leverkusen 0:3 (0:1)

Beim Viertligisten hatte Bayer keine großen Probleme. Stefan Kießling (15.) und Hakan Calhanoglu (55.) erzielten in der Anfangsviertelstunde beider Halbzeiten die Tore für Leverkusen. In der 77. Minute sah Lottes Tim Gorschlüter nach einer Notbremse gegen Robbie Kruse die Rote Karte. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Lars Bender zum 3:0.

Bremer SV - Eintracht Frankfurt 0:3 (0:1)

Der Bremer Fünftligist kämpfte zwar aufopferungsvoll, hatte gegen die Eintracht aber keine Chance. Zugang Luc Castaignos (31.) brachte die Frankfurter in Führung, Stefan Aigner erhöhte kurz nach dem Seitenwechsel (52.). Der nach rund einer Stunde eingewechselte Luca Waldschmidt traf schließlich zum 3:0 (71.).

Hallescher FC - Eintracht Braunschweig 0:1 (0:0)

Im Duell Drittligist gegen Zweitligist war von einem Klassenunterschied lange nichts zu sehen. Die Braunschweiger Eintracht setzte sich nur knapp beim Halleschen FC durch. Der Gastgeber war lange aktiver, ging aber gerade nach der Pause zu fahrlässig mit seinen Tormöglichkeiten um. Braunschweig bestrafte das in der 67. Minute mit dem Siegtreffer durch Hendrik Zuck.

Erzgebirge Aue - Greuther Fürth 1:0 (0:0)

Vor der Partie hatte Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck vor dem Drittligisten gewarnt - zu Recht. Aue bereitete dem Zweitligisten große Probleme und ging Mitte der zweiten Halbzeit durch Simon Skarlatidis in Führung (68.).

Bereits am Freitag hatten die Bundesligisten FC Augsburg und Darmstadat 98 sowie Zweitligist FSV Frankfurt die zweite Pokalrunde erreicht.

Die erste Runde im DFB-Pokal

ham/aev