DFB-Pokal Stuttgart weiter, Dortmund scheitert
Nationalstürmer Mike Hanke war der entscheidende Mann beim mühevollen 1:0 (0:0)-Sieg des VfL Wolfsburg gegen den SC Freiburg. Hanke traf in der 69. Minute. Die Gäste hatten nach einer Roten Karte gegen Boubacar Diarra ab der 23. Minute mit nur noch neun Feldspielern auskommen müssen. Peinlich war neben der Vorstellung der Heimmannschaft auch die Kulisse im Stadion. Nur 6497 Zuschauer wollten den Auftritt ihres Teams sehen.
Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte der Bundesliga-16. aber schon weit früher für eine Vorentscheidung sorgen müssen. Doch allein Torjäger Isaac Boakye scheiterte vier Mal freistehend vor dem Gehäuse der Gäste. Erst in der Schlussphase ließen die Kräfte der auswärts in der Liga noch sieglosen Freiburger nach, und die Wolfsburger konnten somit ihren Erfolg nach Hause bringen.
Borussia Dortmund hat seine Negativserie dagegen fortgesetzt. Das Team des umstrittenen Trainers Bert van Marwijk scheiterte zu Hause gegen Hannover 96. 0:1 (0:0) hieß es nach 90 Minuten. Eine Rote Karte gegen Torhüter Roman Weidenfeller war der Anfang vom Ende für Borussia Dortmund im DFB-Pokal. Den entscheidenden Treffer zum Einzug der Niedersachsen ins Achtelfinale erzielte Vahid Hashemian vor 29.000 Zuschauern in der 86. Minute. Hannover hatte bereits 26 Tage zuvor in der Bundesliga ein 2:2 in der Dortmunder Arena erreicht.
Auch der VfL Bochum meisterte seine Aufgabe gegen den Zweitligisten Karlsruher SC, wenn auch mühsam. Überragender Mann bei den Bochumern war Verteidiger Heiko Butscher, der zwei Tore beim 3:2 (2:1)-Sieg des Bundesliga-Schlusslichts gegen den KSC erzielte. Für Bochum könnte der Sieg im dritten Pokalvergleich mit den Karlsruhern ein gutes Omen bedeuten, denn nach den bisherigen beiden Aufeinandertreffen in den Wettbewerben 1967/68 (3:2) und 1982/83 (3:1) erreichte der VfL das Finale bzw. das Halbfinale. Für den Zweitliga-Zweiten Karlsruhe war es zugleich im zehnten Pflichtspiel der Saison die erste Niederlage.
Der VfL hatte bereits durch Tore von Neuzugang Theofanis Gekas (26.) und Matchwinner Butscher (29.) mit 2:0 geführt, musste jedoch durch einen Doppelschlag des überragenden Karlsruher Mittelfeldspielers Massimilian Porcello (44./62.) unnötigerweise ein 2:2 hinnehmen. Butscher war es in der 82. Minute vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen.
Ebenfalls glanzlos setzte sich der VfB Stuttgart im Duell gegen den einzig verbliebenen Oberligisten Babelsberg durch. Die Schwaben gewannen nach hartem Kampf 4:2 (1:0) beim brandenburgischen Viertligisten zogen damit ins Achtelfinale ein. Die Tore für den in Pflichtspielen auswärts in dieser Saison noch ungeschlagenen VfB erzielten Roberto Hilbert (14.), Matthieu Delpierre (52.), Mario Gomez (61.) und der eingewechselte Cacau (80.). Den Gastgebern, für die Stürmer Aymen Ben-Hatira zwei Mal der Anschlusstreffer gelang (57./72.), bleibt als Trost immerhin 150.000 Euro Fernsehgeld sowie eine fünfstellige Summe aus den Zuschauereinnahmen.
Keine Probleme hatte die SpVgg Greuther Fürth. Der Tabellenzwölfte der zweiten Liga setzte sich mit 2:0 (1:0) beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken durch, der in der ersten Runde noch den Bundesligisten Mainz 05 ausgeschaltet hatte. In der 16. Minute sorgte Oliver Caillas für die 1:0-Führung, ehe Stefan Reisinger in 59. Minute ebenfalls per Kopf den ersten Einzug der Franken in die Runde der letzten 16 seit 2004 perfekt machte.
Die SpVgg Unterhaching zeigte Pokalschreck FK Pirmasens die Grenzen auf. Der Zweitligist siegte dank zweier Treffer des Tschechen Michal Kolomaznik (20./38.) sowie von Bruno Custos (86.) 3:0 (2:0) beim Regionalligisten, der in der ersten Runde Bundesliga-Spitzenreiter Werder Bremen besiegt hatte. Die Hachinger zogen damit wie im Vorjahr ins Achtelfinale ein.
Zweitliga-Schlusslicht Wacker Burghausen ist mit viel Glück ins Achtelfinale eingezogen. Die Bayern setzten sich mit 5:4 im Elfmeterschießen beim Regionalligisten VfB Lübeck durch. In der regulären Spielzeit und der Verlängerung fielen keine Tore. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Stefan Aigner, im Anschluss parierte Uwe Gospodarek gegen Enrico Neitzel.
goe/sid