DFB-Pokal: Werder kommt mühsam weiter - DER SPIEGEL
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DFB-Pokal Werder kommt mühsam weiter

Werder Bremen ist mit einem schmeichelhaften 2:1 (1:0)-Erfolg beim Zweitligisten LR Ahlen ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen.
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Ahlen - Der eingewechselte Ivan Klasnic bewahrte den viermaligen Pokalsieger durch sein Tor in der 89. Minute vor dem dritten frühzeitigen Pokalaus in Serie. In den beiden vergangenen Jahren waren die Bremer jeweils in der zweiten Runde an unterklassigen Gegnern gescheitert.

Zuletzt hatten die Norddeutschen in der Saison 1999/2000 die Runde der letzten acht erreicht. Damals waren die Bremer erst im Finale an Bayern München gescheitert. Der in der Bundesliga zuletzt rotgesperrte Grieche Angelos Charisteas (16.) hatte Werder am Mittwoch in Führung gebracht. Marc Arnold (74.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

"Wir haben uns heute sehr schwer getan. Normalerweise ist es gut, dass wir 1:0 in Führung gehen. Danach haben wir aber eine Reihe klarer Chancen vergeben. Wir waren zu nachlässig und hätten die Sache vorher klar machen müssen", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf, "am Ende müssen wir froh sein, dass wir in der nächsten Runde stehen, mit der Leistung kann ich nicht ganz einverstanden sein."

Werder machte es spannend

Vor 9700 Zuschauern im Werse-Stadion wollten die Bremer die Partie im Schongang über die Bühne bringen und Kräfte für das schwere Auswärtsspiel in der Bundesliga am kommenden Samstag bei Schalke 04 sparen. Der Brasilianer Ailton (52.) mit einem Pfostenschuss und der Franzose Johan Micoud (64.) vergaben die vorzeitige Entscheidung zugunsten des Bundesligisten.

Der abstiegsbedrohte Zweitligist aus Ahlen hatte nach einem furiosen Auftakt, als Torjäger Marcus Feinbier nach 48 Sekunden knapp das Bremer Tor verfehlte, lange Zeit die nötige Genauigkeit im Spiel nach vorne vermissen lassen. Lediglich Feinbier (15. und 60.) sorgte mit Weitschüssen für Gefahr.

"Das Spiel war die Kür"

In der 74. Minute leitete der frühere Leverkusener dann aber den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich für die Ahlener ein, den der nur 1,71 Meter große Arnold per Kopf erzielte. Klasnic machte dann mit seinem Treffer die Hoffnungen der Ahlener auf die Verlängerung und ein mögliches Weiterkommen zunichte.

"Es wäre schön gewesen, in die Verlängerung zu gehen. Das Spiel hier war aber die Kür, auch für unsere Zuschauer ein Erlebnis. Wir wissen aber genau, wo unsere Priorität liegt: Beim nächsten Ligaspiel am Sonntag", sagte LR-Trainer Uwe Fuchs. Dann heißt der Gegner SV Waldhof Mannheim.

LR Ahlen - Werder Bremen 1:2 (0:1)
0:1 Charisteas (16.)
1:1 Arnold (74.)
1:2 Klasnic (89.)
Ahlen: Kronenberg - Stanic, Djenic, Fengler (34. Bamba) - Bönig, Sopic (67. Daschner), Chiquinho, Dama - Arnold - Rath, Feinbier
Bremen: Borel - Stalteri, Baumann, Krstajic (88. Tjikuzu), Magnin - Ernst, Borowski - Lisztes (75. Banovic), Micoud - Charisteas, Ailton (70. Klasnic)
Schiedsrichter: Albrecht (Kaufbeuren)
Zuschauer: 9700
Gelbe Karten: Rath, Bönig / Lisztes, Ernst