DFB-Sportgericht: Aachen gegen Nürnberg wird wiederholt - DER SPIEGEL
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DFB-Sportgericht Aachen gegen Nürnberg wird wiederholt

Für Fußball-Zweitligist Aachen kommt es knüppeldick. Das "Skandalspiel" zwischen den Alemannen und dem 1. FC Nürnberg wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit wiederholt. Darauf einigten sich beide Seiten vor dem Sportgericht des DFB. Dem Team von Trainer Jörg Berger droht allerdings noch mehr Ungemach.
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Frankfurt am Main - Aachen muss darüberhinaus eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro bezahlen und trägt zudem die Kosten des Verfahrens. Die Einigung kam auf Vorschlag des Sportgerichts-Vorsitzenden Dr. Rainer Koch zustande. Bei der Partie am 24. November, die Aachen mit 1:0 für sich entschieden hatte, waren nach einer Gelb-Roten Karte gegen den Aachener Erik Meijer in der 71. Minute Gegenstände von den Zuschauerrängen auf das Spielfeld geflogen. Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf wurde dabei am Kopf getroffen und musste verletzt in der Kabine bleiben. Die Gäste-Spieler setzten die Partie unter Protest fort.

"Ich kann mit dem Urteil leben. Es geht bei Null los und wir haben die Chance, drei Punkte zu holen. Für mich ist der Vorfall damit erledigt", erklärte Nürnbergs Coach Wolf nach dem Richterspruch. Auch sein Aachener Kollege Jörg Berger zeigte sich mit dem Urteil insgesamt zufrieden: "Wir müssen uns eben nochmal motivieren und nochmal Charakter zeigen. Es ist aber auch ein Zeichen, dass sich solche Vorfälle, egal in welchem Stadion, nicht wiederholen dürfen."

Nürnberg akzeptierte das Urteil und verzichtete zugleich auf weitere Ansprüche aufgrund des Doping-Vergehens von Daniel Gomez. Der Franzose war am vergangenen Montag positiv auf das Mittel Methylprednisolon getestet worden. Da Gomez nach dem Nürnberg-Spiel nicht getestet wurde, müssten die Franken nach Paragraph 17, Absatz 2 der Anti-Doping-Richtlinien des DFB jedoch beweisen, dass die ihm nach dem Bielefeld-Spiel nachgewiesene Einnahme des verbotenen Mittels bis zum Tag des Nürnberg-Spiels Wirkung hatte.

Für die Partie gegen Bielefeld läuft ohnehin ein Protest von Seiten der Bielefelder. So droht dem derzeitigen Spitzenreiter der zweite Liga innerhalb weniger Tage der Abzug von bis zu sechs Punkten am "Grünen Tisch". Damit würde die Elf von Trainer Jörg Berger nach dem jetzigen Tabellenstand auf Rang acht zurückfallen und hätte nur noch vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze.