Ehrung DFB verleiht Trainerpreis an Freiburgs Streich
Trainerkollegen Bisanz (l), Streich: Vom DFB ausgezeichnet
Foto: Marius Becker/ dpaHamburg - Christian Streich, Coach des Bundesligisten SC Freiburg, ist mit dem "Trainerpreis des Deutschen Fußballs" ausgezeichnet worden. Der 47-Jährige erhielt die Ehrung im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 59. Fußballlehrer-Lehrgangs in Bonn. "Ich nehme den Preis auch stellvertretend für die vielen Mitarbeiter in unserem Verein entgegen, die den Weg des SC Freiburg mitgegangen sind", sagte Streich.
Eine Jury des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kürt alljährlich einen Trainer für herausragende Leistungen im Spielbetrieb, in der Nachwuchsförderung oder außergewöhnlichen Einsatz auf gesellschaftspolitischer Ebene. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. In den vergangenen Jahren wurden Thomas Tuchel vom FSV Mainz 05, Bayern Münchens Junioren-Trainer Hermann Gerland und U18-Nationaltrainer Horst Hrubesch mit dem Preis geehrt.
"Christian Streich hat über viele Jahre im Nachwuchsbereich ausgezeichnete Arbeit geleistet, die er als Cheftrainer in der Bundesliga nahtlos fortführt. Nicht umsonst hat der SC Freiburg unter Streichs Regie das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte gespielt", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach:
Streich hatte Ende 2011 den Cheftrainer-Posten in Freiburg von seinem Vorgänger Marcus Sorg übernommen und den Club in der Rückrunde der vergangenen Saison vor dem Abstieg gerettet. In der laufenden Spielzeit hat Streichs Mannschafts acht Runden vor Saisonschluss noch Chancen auf die Teilnahme an einem Europacup-Wettbewerb.
Bisanz für Lebenswerk geehrt, Fürth-Coach Kramer Jahrgangsbester
Seit seinem Amtsantritt hatte sich Streich in der Öffentlichkeit immer wieder zum Liga-Geschehen und zum Fußball im Allgemeinen geäußert, zuletzt beklagte er das Transfergebaren einiger Vereine. "Unsere Spieler werden wie auf dem Viehmarkt angeboten", sagte Streich.
Neben Streich wurde auch Gero Bisanz für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Bisanz leitete von 1971 bis 2000 als Chefausbilder des DFB die Trainerausbildung. Zudem leistete der 77-Jährige von 1982 bis 1996 als erster Trainer der Frauen-Nationalmannschaft Pionierarbeit und führte die DFB-Frauen unter anderem zum ersten Gewinn der Europameisterschaft.
Auch Frank Kramer konnte sich freuen: Der Fürther Trainer hat die Ausbildung zum Lizenz-Fußballlehrer als Lehrgangsbester abgeschlossen. Er gehört zu den 22 neuen Fußball-Lehrern, denen DFB-Ausbildungsleiter Frank Wormuth ihre Prüfungsurkunde überreichte. Platz zwei belegt Thomas Meggle aus dem Trainerteam des Zweitligisten St. Pauli. Auf Rang drei folgt Coach André Breitenreiter vom Regionalligisten TSV Havelse.