DFL Hackmann bestätigt, Rummenigge im Vorstand
Berlin - "Ich hoffe, dass es mir in den nächsten drei Jahren gelingen wird, das Zusammenwachsen der deutschen Fußballliga weiter zu fördern", sagte Hackmann nach seiner Wiederwahl, "ich werde dafür meine ganze Kraft einsetzten." Zum Vizepräsidenten wurde Wolfgang Holzhäuser (Bayer Leverkusen) gewählt, der sich mit 19 Stimmen gegen den Kölner Andreas Rettig (17 Stimmen) durchsetzte. Als Vertreter der Bundesliga wurden Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München) und Michael Meier (Borussia Dortmund) gewählt. Als Vertreter der Zweiten Liga wurden Kurt Gaugler (Wacker Burghausen) und Rettig (1. FC Köln) bestimmt. Die letzten beiden Plätze nehmen Peter Peters (Schalke 04) und Harald Strutz (FSV Mainz) ein.
Prominentestes Neu-Mitglied im DFL-Vorstand ist Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, der ohne Gegenstimme gewählt wurde. "Die DFL hatte den FC Bayern darum gebeten, im Vorstand vertreten zu sein. Wir sind dem Wunsch gerne gefolgt", sagte Rummenigge. Erstmals seit der Einführung im Jahre 2000 ist damit ein Repräsentant des deutschen Rekordmeisters im Ligaverband vertreten.
Weniger Geld für den DFB
Rummenigge nannte nach der Wahl auch gleich seine Hauptforderung: "Beim Grundlagenvertrag wird es zu Veränderungen kommen müssen. Da müssen wir zusehen, dass wir eine Optimierung vornehmen zu Gunsten der DFL." Zuletzt waren rund 2,5 Millionen Mark mehr pro Saison von der DFL zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) geflossen. Der frühere Nationalspieler sprach sich auch für eine weitere Tätigkeit von Wilfried Straub als Geschäftsführer der DFL GmbH aus: "Er sollte bis zur WM 2006 weiterarbeiten, auch wenn sein Vertrag am 31. März 2005 ausläuft."
Hackmann zeichnete in seinem Bericht der vergangenen drei Jahre ein optimistisches Bild des deutschen Profi-Fußballs, vor allem wirtschaftlich. Trotz vieler Krisen in der ersten Legislaturperiode würden außer der englischen Premier League alle anderen europäischen Ligen "schlechter da stehen", führte der alte und neue Liga-Chef aus. Laut der jüngsten Lizenzunterlagen drücken den deutschen Profi-Fußball zwar 670 Millionen Euro Verbindlichkeiten, was eine neue negative Rekordmarke darstellt. Dem würden aber auch mehr als eine Milliarde Euro an Vermögenswerten entgegenstehen, so DFL-Geschäftsführer Straub.
Unterstützung sagte der neue DFL-Vorstand auch dem neuen Bundestrainer Jürgen Klinsmann und seinem Teammanager Oliver Bierhoff zu. "Es wäre schön gewesen, wenn beide heute hier erschienen wären. Aber sie waren privat verhindert. Sie erhalten in Zukunft unsere volle Unterstützung", so Hackmann.