Diego Maradona Es war wieder mal Kokain
Punta del Este - Das argentinische Fußballidol Diego Armando Maradona hat vor der Einweisung in eine Klinik offensichtlich doch Kokain genommen. Das habe am Mittwoch eine Blut- und Urin-Probe des Weltmeisters von 1986 ergeben, berichtete der uruguayische Fernsehsender Canal Cuatro.
Die Proben waren auf Anordnung der Justiz Uruguays gemacht worden. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Maradona war am Dienstag im uruguayischen Seebadeort Punta del Este mit Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht worden.
Anschließend hatten Medien in Argentinien und Uruguay über eine Überdosis Kokain als Ursache für die Erkrankung spekuliert. Freunde und Verwandte des 39 Jahre alten Weltstars gaben allerdings "Fresssucht" als Grund für die gesundheitlichen Probleme Maradonas an. "Er isst zu viel Fett, und jedes Mal mehr, aber mit Drogen hat das nichts zu tun", hatte ein enger Freund Maradonas, der frühere argentinische Nationaltorwart Hugo Gatti, versichert.
Die Probleme Maradonas hatten am Rio de la Plata für sehr viel Wirbel und stundenlange Sondersendungen des Fernsehens gesorgt. Selbst Argentiniens Staatspräsident Fernando de La Rua und sein Vorgänger Carlos Menem hatten sich besorgt nach Maradonas Zustand erkundigt.
Die Karriere von Maradona wurde seit Ende der achtziger Jahre mehrfach von seiner Drogenabhängigkeit überschattet. Dreimal wurde er bei Dopingtests des Drogenmissbrauchs überführt und gesperrt.