Doping-Kontrollen: Nada ermittelt in Gladbach - DER SPIEGEL
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Doping-Kontrollen Nada ermittelt in Gladbach

Bereits vor einem halben Jahr soll es bei Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach Verzögerungen bei einer Doping-Kontrolle gegeben haben. Der Spieler Filip Daems soll zu spät erschienen sein, die Nationale Anti Doping Agentur ermittelt.
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Hamburg - Bereits vier Monate vor den Vorwürfen gegen zwei Spieler der TSG Hoffenheim soll es im deutschen Profi-Fußball Unregelmäßigkeiten bei einer Dopingkontrolle gegeben haben. Wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtet, sei der Belgier Filip Daems vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am 26. Oktober 2008 erst mit Verspätung zu einer Zielkontrolle nach dem Training erschienen.

Diesem Vorwurf widersprach Gladbachs Manager Max Eberl vehement: "Die Trainingskontrolle, von der dort die Rede ist, liegt fast ein halbes Jahr zurück. Aus unserer Sicht handelte es sich um eine von unserer Seite korrekt durchgeführte Kontrolle, bei der sich Filip Daems genau an die Anweisungen des Kontrolleurs gehalten hat", stellte er in einer Pressemitteilung des Clubs fest.

Der Test wurde im Auftrag der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) von Mitarbeitern der Kontrollfirma PWC durchgeführt. PWC hat dem betreffenden Kontrolleur laut "Bild" inzwischen gekündigt; die Nada ermittelt derzeit laut Justiziarin Anja Berninger die genauen Umstände.

Gladbach-Kapitän Daems sei erst 45 Minuten nach Aufforderung im Kontrollraum erschienen, heißt es in dem Bericht. Michael Risse, damals Anti-Doping-Beauftragter von Borussia Mönchengladbach, wird von der Zeitung mit einer anderen Version zitiert: "Filip konnte den Becher nicht vollpinkeln. Dann ist er mit Erlaubnis des Kontrolleurs alleine zur Massage, kam nach 35 Minuten zurück und hat eine ausreichende Probe abgegeben."

Die Nada habe erst durch die "Bild"-Anfrage Kenntnis von dem Vorfall erhalten, denn PWC "gab den Kontroll-Verstoß nicht weiter". Dies räumte PWC-Geschäftsführer Volker Laakmann ein: "Diesen Vorwurf muss ich mir gefallen lassen. Aber ich habe den Bericht für einen Racheakt gehalten."

"Wir wollen keine Konfrontation mit der Nada. Aber der Vorfall zeigt, dass auch bei den von der Nada beauftragten Kontrollen Fehler passieren können", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger der "Bild"- Zeitung.

jar/dpa