Doping-Vorwürfe gegen Juventus - DER SPIEGEL
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Neue Untersuchungen Juve soll bei CL-Sieg 1996 gedopt haben

Fabrizio Ravanelli, Didier Deschamps, Alessandro Del Piero - sie alle gewannen mit Juventus Turin 1996 die Champions League. Jetzt gibt es allerdings schwere Dopingvorwürfe gegen die Mannschaft. Es ist nicht das erste Mal.
Fabrizio Ravanelli im Finale 1996: Mannschaft gedopt?
Fabrizio Ravanelli im Finale 1996: Mannschaft gedopt?

Fabrizio Ravanelli im Finale 1996: Mannschaft gedopt?

Foto: DUSAN VRANIC/ ASSOCIATED PRESS
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Hamburg - Neue Dopingvorwürfe gegen Juventus Turin: Die Mannschaft, die 1996 die Champions League (5:3 n. E. im Finale gegen Ajax Amsterdam) gewann, soll gedopt gewesen sein. Das behaupten die italienischen Wissenschaftler Guiseppe d'Onofrio und Alessandro Donati in einer niederländischen Dokumentation, die am Sonntag ausgestrahlt wird.

Die Wissenschaftler hatten Einsicht in Akten, die italienische Ermittler im Jahr 1998 bei einer Hausdurchsuchung bei dem italienischen Rekordmeister beschlagnahmt hatten. Ihrer Meinung nach zeigen die in den Dokumenten gefundenen Analysen von Blutproben, dass die Spieler mit Epo gedopt waren. In der Turiner Mannschaft von 1996 standen unter anderem Spieler wie Didier Deschamps, Alessandro Del Piero, Fabrizio Ravanelli und Paulo Sousa, der in der Folgesaison mit Borussia Dortmund die Champions League gewann - durch einen 3:1-Finalsieg gegen Juventus.

Die Dopingvorwürfe gegen den Turiner Club sind nicht neu. In den neunziger Jahren mussten sich Führungskräfte des Vereins vor Gericht verantworten. Auch Superstars wie Zinédine Zidane sagten aus. In der neuen TV-Sendung erklärt Staatsanwalt Raffaele Guariniello, warum die Spieler nie positiv getestet worden seien: Das Labor, in das die Proben gebracht wurden, habe diese gar nicht untersucht.

buc/sid