Einigung mit Nada DFB unterschreibt Vertrag über Dopingkontrollen
Doping im Fußball: Künftig Blutkontrollen im Training
Foto: A3446 Patrick Seeger/ dpaHamburg - Künftig werden Bundesliga-Profis wohl im Training mit Blutkontrollen auf Dopingmittel getestet. Darauf hat sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach eigenen Angaben mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) verständigt. Ein entsprechender Vertrag wurde am Donnerstag unterschrieben, bestätigte der Verband. Zuvor hatten die beiden Institutionen viele Monate über eine Einigung verhandelt.
Bereits im August könnten die ersten Blutkontrollen im Training genommen werden. Nach Angaben von Andreas Rettig, dem Geschäftsführer der Deutsche Fußball Liga, sei vorgesehen, dass 15 Prozent der Urinproben durch Blutkontrollen ersetzt werden. Bislang wurden in der Bundesliga rund 500 Trainingskontrollen pro Jahr durchgeführt.
Durch die Vereinbarung ist die Nada für die Durchführung der Trainingskontrollen zuständig, der DFB für die Proben nach den Spielen. Die Nationale Anti-Doping-Agentur darf in Deutschland nur außerhalb der Wettbewerbe kontrollieren.
Allerdings werde es bei den Wettkampfkontrollen weiterhin nur Urin- und keine Bluttests geben. Wie der DFB mitteilte, geschehe dies aus medizinischen Gründen. Die Nada hat sich zu Vertragsinhalten bisher nicht geäußert.
Durch die Studie "Doping in Deutschland" des Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) zum Doping in Westdeutschland ist auch der Profifußball wieder stärker in den Fokus gerückt. So wurden bei drei Spielern der deutschen WM-Elf von 1966 Spuren eines verbotenen Schnupfenmittels gefunden.