Dresden gegen Cottbus: Ausschreitungen im Ost-Derby - DER SPIEGEL
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Dresden gegen Cottbus Ausschreitungen im Ost-Derby

Rauchbomben, Leuchtraketen und beinahe noch ein Platzsturm. Fans aus beiden Lagern sorgten dafür, dass die Partie Dresden gegen Cottbus mehrfach kurz vor dem Abbruch stand. Einen Sieger gab es am Ende nicht.
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Dresden - Gegen Energie Cottbus kamen die Sachsen, die nunmehr zehn Spiele in Serie nicht gewinnen konnten nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und bleiben mit zwölf Zählern als 16. auf einem Abstiegsplatz.

Vor rund 14.000 Zuschauern im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion hatte Thomas Bröker (30.) mit seinem ersten Saisontor die Hausherren, in Führung gebracht. Für die seit fünf Spielen sieglosen Lausitzer, die sich mit einem Erfolg auf den zweiten Tabellenplatz verbessert hätten, traf Timo Rost (45.+1). Cottbus hat als Fünfter (25 Punkte) zwei Zähler Rückstand auf einen Aufstiegsplatz.

In der 81. Minute stand die Partie kurz vor dem Abbruch: Schiedsrichter Wolfgang Stark unterbrach das Spiel, nachdem aus dem Cottbuser Fan-Block Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen wurden. Daraufhin versuchten einige Dresden-Anhänger, das Spielfeld zu stürmen, wurden aber von den Ordnungskräften am Einrennen der Zäune gehindert.

Energie-Keeper Tomislav Piplica die Fans zu beruhigen - Stark pfiff nach zwei Minuten trotz der aufgeheizten Stimmung auf den Rängen wieder an. "Ich habe gesagt, dass wir so einen Skandal nicht brauchen. Sowas gehört nicht auf den Fußballplatz", sagte Piplica. Auch Trainer Petrik Sander zeigte kein Verständnis. "Das darf man nicht tolerieren", sagte er und ergänzte: "Wir können mit dem Punkt besser leben als Dresden."

In Dresden wird es unterdessen trotz des verpassten Heimsieges keine erneute Trainerdiskussion um Christoph Franke geben. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass es aufwärts geht. Jetzt hoffen wir, dass sie in den beiden kommenden Auswärtsspielen an diese Leistung anknüpft. Und dazu wünschen wir Christoph viel Glück", erklärte Dynamo-Präsident Jochen Rudi.

Schon im ersten Durchgang stand die Partie kurz vor dem Abbruch, nachdem aus dem Gästeblock (2., 30., 45.+2) mehrfach Leuchtraketen gezündet und aus dem Dresdner Block Gegenstände geworfen worden waren (38.). Referee Stark drohte daraufhin, die Begegnung abzubrechen, ließ aber wie in der Endphase weiterspielen.

Dynamo Dresden - Energie Cottbus: 1:1 (1:1)
1:0 Bröker (30.)
1:1 Rost (45.+1)
Dynamo Dresden: Kresic - Langen, Kukielka, Csik, Cagara - Lerchl (90. Neubert), Beuchel (67. Vorbeck), Fröhlich, Ludwig (80. Brinkmann) - Kennedy, Bröker
Energie Cottbus: Piplica - Szelesi, da Silva, Berhalter, Sidney - Gomez (63. Jungnickel), Rost, Bandrowski, Gunkel (90. Hysky) - Radu (75. Sahin), McKenna
Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
Zuschauer: 14.000
Gelbe Karten: Csik / Szelesi, Gunkel, Jungnickel