Dritte Liga: DFB ermittelt wegen Insolvenz von Alemannia Aachen - DER SPIEGEL
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Insolventer Traditionsclub DFB überprüft Aachens Lizenzantrag

Der Traditionsclub Alemannia Aachen ist insolvent - und muss nun auch noch eine Ermittlung des Deutschen Fußball-Bundes über sich ergehen lassen. Der Verband will überprüfen, ob der Verein vor der Saison falsche Angaben beim Lizenzantrag gemacht hat.
Aachener Stadion Tivoli: Ungewisse Zukunft
Aachener Stadion Tivoli: Ungewisse Zukunft

Aachener Stadion Tivoli: Ungewisse Zukunft

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa
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Hamburg - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen beim insolventen Drittligisten Alemannia Aachen aufgenommen. Das DFB-Organ untersucht, "ob von dem Verein vor der Saison unvollständige oder falsche Angaben gemacht worden sind, um die Erteilung der Lizenz für die dritte Liga zu erlangen", hieß es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Dies würde einen Verstoß gegen die Zulassungsbestimmungen darstellen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht der Alemannia eine Bestrafung durch die DFB-Sportgerichtsbarkeit.

Aachen hatte am vergangenen Freitag einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Aachen gestellt. Diesem wurde am Mittwoch stattgegeben und Rechtsanwalt Rolf-Dieter Mönning zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Zuvor hatte der vom Gericht einberufene vorläufige Gläubigerausschuss dem Antrag zugestimmt.

Ziel des Traditionsclubs ist die Sanierung, um in der Regionalliga starten zu können. Die Alemannia hatte zuletzt eine Liquiditätslücke von 4,5 Millionen Euro offengelegt. Hintergrund der finanziellen Probleme sind neben dem Zweitliga-Abstieg insbesondere die Kosten für den Neubau des Tivoli-Stadions. Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft Aachen Ermittlungen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung eingeleitet.

bka/sid