Duisburg - HSV 1-1: Falsche Stutzen - DER SPIEGEL
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Duisburg - HSV 1-1 Falsche Stutzen

Für Aufsehen beim unbedeutenden Bundesligaspiel zwischen Absteiger Duisburg und Champions-League-Qualifikant Hamburger SV sorgten falsche Stutzen und stattliche 8000 mitgereiste HSV-Fans.
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Der Hamburger SV hat seine erfolgreiche Bundesliga-Saison 1999/2000 mit einem Remis beendet. Der Tabellen-Dritte und Champions-League-Qualifikant kam am letzten Spieltag beim Absteiger MSV Duisburg nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Vor 16.338 Zuschauern im Wedau-Stadion gingen die Hanseaten in einem außerordentlich schwachen Bundesliga-Spiel bereits in der 6. Minute durch Niko Kovac in Führung. Den Ausgleich für die Gastgeber erzielte Carsten Wolters in der 21. Minute.

Duisburgs letzter Auftritt in der Elite-Liga war allerdings alles andere als ein normales Heimspiel. Vor dem Anpfiff hatten die "Zebras" die falschen Stutzen angezogen und damit für eine Spielverzögerung von zehn Minuten gesorgt. Zusätzlich vermittelten die 8000 mitgereisten HSV-Fans den Duisburgern ein Gefühl, als wären sie im falschen Stadion. Angefeuert von lauten HSV-Sprechchören begann die Elf von Trainer Frank Pagelsdorf engagiert die Partie.

Bereits früh gingen die Gäste durch Kovac in Führung. Nach einem Eckball von Bernd Hollerbach konnte MSV-Torwart Gintaras Stauce den Ball nicht festhalten, und Kovac schoss ihn aus vier Metern über die Linie. Beiden Mannschaften merkte man an, dass es in dieser Partie um Nichts mehr ging. Keines der Teams machte Anstalten, das Spiel an sich zu reißen. Der glückliche Ausgleich für die Gastgeber fiel nach einer scharfen Hereingabe von Piotr Reiss durch Mittelfeldspieler Wolters. Diese beiden Tore waren zugleich die Höhepunkte in einer ganz schwachen Bundesliga-Partie.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts am niedrigen Niveau. Die eingeblendeten Zwischenergebnisse vom Meisterschaftskampf aus München sorgten bei den Zuschauern für größeren Gesprächsstoff, als das eigentliche Geschehen im Wedau-Stadion. Für einen Spieler gab es aber doch noch etwas zu feiern: Der HSVer Dimitrios Grammozis kam nach fünfmonatiger Verletzungspause in der 49. Minute zu seinem Comeback. Allerdings werden die Hamburger nicht mehr lange Freude an dem Griechen haben, denn in der kommenden Saison spielt er für den 1. FC Kaiserslautern.