Einzelkritik: Kahn über allem - DER SPIEGEL
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Einzelkritik Kahn über allem

Einmal mehr war Oliver Kahn der Held in einem deutschen WM-Spiel. Und auch Oliver Neuville verdiente sich gegen die Amerikaner eine gute Note.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Oliver Kahn:

Der Kapitän allein hielt Deutschland im Spiel. Rettete drei Mal sensationell. Unübertrefflich. Note eins plus.


Thomas Linke: Der Stabilisator in der deutschen Abwehr. Gestattete McBride wenig. Kopfballstark, unerbittlich in den Zweikämpfen.


Sebastian Kehl: In der Defensive lange mit Problemen, zu langsam. Wenig gute Szenen im Spielaufbau, dann jedoch hinten sicherer.


Christoph Metzelder: Nach auskurierter Fußverletzung wirkte er nicht fit. Unsicherheiten vor der Pause. Steigerte sich dann.


Torsten Frings: Starke Partie auf dem rechten Flügel, trotz einiger Fehler nach hinten. Laufstark, sorgte für Entlastung.


Bernd Schneider: Wirkte überspielt. Schlug zwar ordentliche Flanken, doch die Effektivität fehlt. Nach einer Stunde raus.


Dietmar Hamann: Anfänglich ungewohnte Ballverluste, später aber immer mehr der Antreiber.


Michael Ballack: Zweites WM-Tor, immer in Ballnähe. Jedoch nur phasenweise der Chef, dann tauchte auch er unter.


Christian Ziege: Schwachpunkt im deutschen Spiel. Ermöglichte viele US-Chancen über links. Schlug allerdings den Freistoß zum 1:0.


Miroslav Klose: Immer bemüht, verpasste kurz nach dem 1:0 mit Kopfball an den Pfosten seinen sechsten WM-Treffer.


Oliver Neuville: Noch besser als im Paraguay-Spiel. Immer ein Unruheherd, direkte Ablagen, wurde immer selbstbewusster.


Jens Jeremies: Kam nach einer Stunde, Kampfstark. Schloss die Lücken, riss seine Nebenleute noch einmal mit. Sicherte den Erfolg.


Marco Bode: Elf Minuten vor Schluss für Neuville eingewechselt. Half hinten aus, vergab kurz vor dem Schlusspfiff das 2:0.


Oliver Bierhoff: Durfte auch noch zwei Minuten mitspielen. Ließ sich bei einer Großchance den Ball vom Fuß spielen.

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