EM 2016: Auch in Nizza kommt es zu Ausschreitungen - DER SPIEGEL
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Nach Ausschreitungen in Marseille Fan-Krawalle auch in Nizza

Schwere Fan-Krawalle überschatten schon früh die EM in Frankreich. Erst kam es in Marseille zu schlimmen Szenen in den Straßen und im Stadion, jetzt wurde auch in Nizza eine Person schwer verletzt.
Polizisten in Nizza
Polizisten in Nizza

Polizisten in Nizza

Foto: Sebastien Nogier/ dpa
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In Marseille kommt es seit drei Tagen zu teilweise schweren Ausschreitungen, allein am Samstag sind mindestens 31 Menschen bei schweren Fan-Krawallen verletzt worden. Selbst im Stadion gingen russische und englische Anhänger aufeinander los, als das Remis ihrer Mannschaften gerade abgepfiffen war.

Jetzt hat es in einem weiteren Austragungsort Gewalttaten gegeben: In Nizza sind am Samstagabend nach Angaben der französischen Polizei sieben Menschen verletzt worden. Eine Person habe eine schwere Kopfverletzung davongetragen.

Laut dem Bericht haben einheimische Jugendliche nordirische Fans mit Flaschen beworfen. Zudem sei es auch zu direkten körperlichen Auseinandersetzungen gekommen. Erst nachdem Spezialkräfte der Polizei einschritten, beruhigte sich die Lage.

Am Abend (18 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) findet zwischen Polen und Nordirland das erste EM-Spiel in der Stadt an der Côte d'Azur statt. Insgesamt sind während des Turniers vier Partien in Nizza angesetzt.

Die Uefa überprüft indes bereits die Vorfälle in Marseille und berät über Konsequenzen. Vor weiteren Schritten wolle man Informationen des Disziplinarkomitees abwarten, hieß es vonseiten des Veranstalters. Schon im Vorfeld war bekannt geworden, dass auch Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine Option seien.

aev/sid/dpa