EM 2016: Italiens Simone Zaza tut sein Elfmeter leid - DER SPIEGEL
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+++ EM-Newsblog +++ Italiens Zaza tut sein Elfmeter leid

Simone Zaza sagt, sein verschossener Elfmeter werde ihn bis an sein Lebensende verfolgen. Außerdem im EM-Blog: die bitteren Momente des Turniers in Bildern.
Simone Zaza
Simone Zaza

Simone Zaza

Foto: Kai Pfaffenbach/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

@@21.50

Pariser Fanmeile: Franzosen träumen schon vom Titel

4:0 steht es zur Halbzeit für Frankreich, entsprechend besser ist die Stimmung der französischen Fans geworden. Unser Reporter Hendrik Buchheister fasst die Lage vor Ort so zusammen:

"Das Wetter in der Fanzone am Eiffelturm ist immer noch mau, immer noch nieselt es, es ist kalt. Aber die Stimmung der französischen Fans ist prächtig. Und es sind fast ausschließlich französische Fans hier. Immer noch strömen viele Menschen durch die Eingänge. Vor allem junge Menschen, zwischen 17 und 27. Der Torschrei bei den Treffern dürfte bis nach Reykjavik zu hören gewesen sein. Die ersten Fans reden schon vom Halbfinale gegen Deutschland, ach was: vom Titel.

Die wenigen Isländer hier am Eiffelturm tragen das Geschehen mit Fassung. Sie applaudieren bei den Toren der Franzosen, machen Fotos und lassen sich auch weiter mit jedem fotografieren, der sich mit ihnen fotografieren lassen möchte. Bei jeder Kleingruppe isländischer Fans stehen Fotografen und Kameramänner bereit, um ihre Reaktionen einzufangen. Die Isländer sind die Attraktion dieser EM. Doch wie es aussieht, endet ihr Weg heute Abend."

@@20.10

Zaza über Elfmeter: "Wird mich für den Rest meines Lebens verfolgen"

Einen Elfmeter kann man ja mal verschießen - aber wenn man extra eingewechselt wird, und es dann so tut wie Simone Zaza, sind einem Spott und Häme sicher.

Auch am Tag nach Italiens Niederlage inspirieren Zazas Trippelschritte mit anschließendem Fehlschuss Internetnutzer weltweit, fleißig werden seit Samstagnacht lustige Montagen gebastelt. Eine Auswahl von Clips finden Sie hier .

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Simone Zaza selbst sagte übrigens zu seinem Auftritt: "Ich habe den wichtigsten Elfmeter meiner Karriere verschossen, und es wird mich für den Rest meines Lebens verfolgen, es tut mir leid, dass ich die Italiener enttäuscht habe."

@@20.06

Sicherheit im Fußball: 14 Staaten unterschreiben Abkommen

Um die Sicherheit bei Fußballspielen und anderen Sportveranstaltungen zu erhöhen, haben 14 Staaten des Europarats eine neue Konvention unterzeichnet. Mit dem Abkommen solle unter anderem die Kooperation der Polizeibehörden und der Dialog zwischen lokalen Behörden, Fußballklubs und Fans gefördert werden, sagte der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, Sonntagabend im Stade de France.

"Gewalt ist immer noch eines der größten Probleme des Fußballs", sagte Uefa-Vizepräsident Michael van Praag. Die Ausschreitungen zwischen russischen und englischen Fans bei der EM in Marseille "erinnern uns daran, dass wir mehr tun können und müssen", ergänzte der Niederländer.

Russische Fans hatte im Stadion britische Fans attackiert, worauf die UEFA den Russen im Wiederholungsfall mit dem Turnierausschluss gedroht hatte. "Aber natürlich ist auch Gewalt rund um die Stadien nicht zu akzeptieren. Aber dafür sind wir heute hier, dafür brauchen wir die Unterstützung der lokalen Behörden", sagte van Praag.

Deutschland gehörte nicht zu den unterzeichnenden Staaten. Stattdessen unterschrieben wenige Stunden vor dem Anpfiff des EM-Viertelfinales zwischen Frankreich und Island Vertreter folgender Länder: Frankreich, Bulgarien, Georgien, Griechenland, Litauen, Moldawien, Monaco, Montenegro, Niederlande, Portugal, Russland, Schweiz, Mazedonien und die Ukraine. (dpa)

@@19:35

Fanmeile in Paris: Regen und noch wenig Vorfreude

Wie ist Stimmung auf der Fanmeile in Paris vor dem Viertelfinale gegen Island? Unser Reporter vor Ort, Hendrik Buchheister, beschreibt die Lage so:

"Der Himmel ist grau über Paris, es regnet. Eigentlich sollte beim Viertelfinale der Franzosen gegen Turnier-Überraschung Island der ein Millionste Besucher der Fanzone am Eiffelturm während der EM begrüßt werden. Doch damit wird es nichts, wie eine Sprecherin sagt.

Fanmeile in Paris

Fanmeile in Paris

Foto: Jeannette Corbeau

90.000 Menschen finden in der Fanzone Platz. Wegen des schlechten Wetters rechnen die Veranstalter am Abend nur mit rund 50.000 Besuchern. Große Vorfreude auf die Partie ist wegen der ungemütlichen Rahmenbedingungen noch nicht zu spüren. Aber bis zum Spiel ist ja noch etwas Zeit.

Französische Fans sind am Eiffelturm klar in der Überzahl. Isländer sind kaum zu sehen. Nur vereinzelt läuft man isländischen Familien über den Weg. Hjalmar Sigurdsson, um die 40 Jahre alt, ist mit seinem 14 Jahre alten Sohn Daniel und seinem Bruder Vidir da.

Hjalmar mit seinem Sohn Daniel

Hjalmar mit seinem Sohn Daniel

Foto: Jeannette Corbeau

Sie sind zuversichtlich: 'Gegen England hätte uns niemand einen Sieg zugetraut, trotzdem haben wir gewonnen. Wir werden auch Frankreich das Leben schwer machen', sagt Hjalmar. Eine Niederlage für Island wäre allerdings kein Drama für ihn: 'Wir fühlen uns schon jetzt als Turniersieger.' Dann muss die Familie los, ins rund zehn Kilometer entfernte Stade de France."

@@19:21

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@@19:10

Italien: Nationalteam trotz EM-Aus im Viertelfinale gefeiert

Nicht einmal 24 Stunden nach ihrem Ausscheiden gegen Deutschland ist Italiens Nationalmannschaft begeistert in der Heimat empfangen worden. Die Spieler flogen am Sonntag nach Mailand und Rom und starteten von dort aus in ihren Urlaub.

In Mailand, wo die Sondermaschine zuerst landete, empfingen Medienberichten zufolge Hunderte Fans das Team und feierten vor allem Trainer Antonio Conte mit lauten Sprechchören. Am Abend sollte der Rest des Teams in der Hauptstadt Rom ankommen. (dpa)

@@19:08

Paris: Polizei sprengt Auto

Französische Sicherheitskräfte haben in der Nähe des Pariser Stade de France wenige Stunden vor dem EM-Viertelfinale Frankreich gegen Island an einem Auto eine kontrollierte Sprengung durchgeführt.

Das sei eine klassische Sprengung gewesen, sagte eine Sprecherin der zuständigen Polizeibehörde am Sonntag. Im Inneren des Autos sei aber nichts Verdächtiges gefunden worden. Das Auto habe im Parkverbot geparkt und sei daher zunächst verdächtig gewesen.

In den sozialen Netzwerken wurde bereits über eine Explosion spekuliert. Es sei eine Sprengung gewesen und keine Explosion, hieß es aus der Behörde. Aus Furcht vor Anschlägen gelten in Frankreich zur Europameisterschaft strenge Sicherheitsvorkehrungen. (dpa)

@@18:13

Muskelfaserriss: EM-Aus für Mario Gomez

Mario Gomez wird bei dieser EM nicht mehr zum Einsatz kommen: Der Stürmer fällt wegen eines Muskelfaserrisses im rechten hinteren Oberschenkel im Halbfinale aus, heißt es vom DFB. Ein Einsatz im Halbfinale und einem möglichen Endspiel sei ausgeschlossen.

Ob Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira im Halbfinale am Donnerstag in Marseille oder bei einem möglichen Finale am Sonntag in St. Denis mitspielen könnten, ist laut dem DFB derzeit offen.

(sid/dpa)

@@15:38

Wut, Schweiß und Tränen

Die Frustration bei Italiens Torwartlegende Gianluigi Buffon und seinen Mitspielern nach dem Viertelfinal-Aus gegen Deutschland war groß. Die Italiener sind aber nicht die einzige Mannschaft, die bei dieser EM Tränen vergoss. Die bitteren Momente des Turniers in Bildern:

Fotostrecke

EM 2016: Wut, Schweiß und Tränen

Foto: Antonio Calanni/ AP

@@14:10

Khedira droht Pause im Halbfinale

Sami Khedira könnte für das EM-Halbfinale am Donnerstag gegen Frankreich oder Island ausfallen. Das meldet der "Kicker" . Der Mittelfeldspieler zog sich demnach beim Spiel gegen Italien nach ersten Untersuchungen zumindest einen Anriss im Adduktorenbereich des linken Oberschenkels zu. Damit könnte Khedira weder am Donnerstag im Halbfinale in Marseille noch im möglichen Endspiel am Sonntag in Paris eingesetzt werden. Vom Deutschen Fußball-Bund gab es zunächst keine Bestätigung.

Genaue Erkenntnisse über die Schwere der Verletzung soll eine Kernspin-Untersuchung bringen. Für das Halbfinale gegen Frankreich oder Island steht auch Innenverteidiger Mats Hummels wegen einer Gelb-Sperre nicht zur Verfügung. Ob Stürmer Mario Gómez mitwirken kann, der gegen Italien wie Khedira verletzungsbedingt ausgewechselt wurde, ist ungewiss.

@@13:28

Warum wählte Schweinsteiger das Tor vor der italienischen Kurve?

Viktor Kassai schaute verdutzt, als Bastian Schweinsteiger ihm das Handzeichen gab. Wollte der deutsche Kapitän das Elfmeterschießen wirklich vor der italienischen Fankurve austragen lassen? Der ungarische Schiedsrichter fragte zweimal nach.

Bastian Schweinsteiger bei der Seitenwahl zum Elfmeter

Bastian Schweinsteiger bei der Seitenwahl zum Elfmeter

Foto: Christian Hartmann/ REUTERS

Ja, Schweinsteiger wollte. Aus Aberglaube. "Ich habe an Dinge aus der Vergangenheit gedacht, an frühere Elfmeterschießen", sagte Schweinsteiger nach dem Spiel. Er dachte wohl an seinen Fehlschuss gegen den FC Chelsea im Champions-League-Finale 2012 vor dem Münchner Fanblock. "Wir haben damals auf die Bayern-Kurve geschossen", sagte Schweinsteiger. Beim Halbfinalsieg gegen Real Madrid einige Wochen zuvor hatten die Bayern dagegen "auf die Real-Kurve" geschossen. Er verwies zudem auf die Schweiz, die vor den eigenen Fans im EM-Achtelfinale gegen Polen scheiterte. Er dachte sich deshalb: "Lass uns mal lieber bei ihnen schießen."

Die italienischen Fans bejubelten diese Entscheidung ungläubig - doch Schweinsteiger behielt recht. Seinen eigenen Elfmeter allerdings schoss er weit über das Tor. Aber das war am Ende egal.

@@13:05

Angela Merkel gratuliert DFB-Elf zum Halbfinaleinzug

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der deutschen Mannschaft zum Sieg gegen Italien gratuliert. "Was für ein Spiel! Herzlichen Glückwunsch an das DFB-Team (Die Mannschaft) zum Erreichen des Halbfinals", hieß es auf Merkels offiziellem Facebook-Account. "Ich freue mich sehr über den Erfolg gegen Italien. Jetzt heißt es weiter die Daumen drücken!"

Merkel selbst konnte nicht im Stadion in Bordeaux dabei sein. Eigentlich hätte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf der Tribüne sitzen wollen. Er musste aber kurzfristig absagen aufgrund von technischen Problemen an seinem Flugzeug.

Hitlergruß auf der Fanmeile in Berlin

Vor dem Spiel Deutschland gegen Italien haben zwei junge Männer auf der Fanmeile in Berlin den Hitlergruß gezeigt. Mehrere Polizeibeamte und andere Zeugen hatten beobachtet, wie ein 19-Jähriger und ein 22-Jähriger den rechten Arm zum Gruß hoben, während die deutsche Nationalhymne gespielt wurde.

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In einer ersten Befragung räumten beide die Tat ein. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen des "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" . Die Tat wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft.

@@11:38

Deutschland-Italien stellt Quotenrekord auf

Mit 28,32 Millionen Zuschauern hat der Elfmeter-Krimi der deutschen Fußballer gegen Italien einen neuen Quotenrekord für die laufende EM aufgestellt. Die Partie war gleichzeitig die bislang meistgesehene Sendung des Jahres im deutschen Fernsehen - zuvor hatte die deutsche Achtelfinalpartie gegen die Slowakei mit 28,10 Millionen Zuschauern vorn gelegen.

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Der dramatische 6:5-Sieg im Elfmeterschießen, der dem Ersten einen Marktanteil von 79,8 Prozent bescherte, liegt in der Rangliste der meistgesehenen Fußball-Übertragungen im deutschen Fernsehen nun auf Platz acht. Bei Europameisterschaften erreichten nur das Finale 1996 gegen Tschechien und das Halbfinale 2008 gegen die Türkei ein noch größeres Publikum.

Die meisten Zuschauer bei einer Fußball-Partie seit Einführung der modernen Quotenmessung im Jahr 1992 hatte das WM-Finale 2014 Deutschland-Argentinien (34,57 Millionen). Public Viewing abseits der heimischen Bildschirme und der Internet-Livestream sind in die Quoten nicht miteingerechnet.

@@10:40

Söder fordert Elferverbot für Özil

Jonas Hector hat den letzten Elfmeter gegen Italien verwandelt. Deutschland steht im Halbfinale. Das Trauma ist überwunden: Zum ersten Mal hat Deutschland die Squadra aus einem großen Turnier geworfen. Schwierig, da noch ein Haar in der Suppe zu finden.

Schwierig, aber nicht unmöglich, wie Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) zeigt. Kurz nach dem Sieg der Deutschen twittert er: "Irre! Darauf warten wir seit 40 Jahren. Nur: Nie mehr Elfer für Özil. Künftig Elfer nur noch durch junge Spieler." Wenig später löschte Söder seinen Tweet.

Und sprach auch gegen Müller und Schweinsteiger ein Elferverbot aus:

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Özil hatte seinen Elfmeter an den Pfosten gesetzt. Auch Müller und Schweinsteiger hatten verschossen. Mit etwas Wohlwollen kann man den 27-jährigen Özil trotz seiner Klasse und Erfahrung noch als jungen Spieler ansehen. Außerdem hatte Özil den einzigen Treffer der Deutschen in der regulären Spielzeit erzielt.

@@9:31

Himmlische Unterstützung für die DFB-Elf

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Wer einen Fluch beenden will, kann übernatürliche Hilfe gebrauchen. Der Himmel im Kinzigtal in Hessen färbte sich gestern Abend schwarz-rot-gold. Ob jemand mit Photoshop nachgeholfen hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls warf Deutschland zum ersten Mal Italien aus einem großen Turnier.

Wenn wir schon bei Omen sind: Sollte sich Frankreich heute Abend erwartungsgemäß gegen Island durchsetzen, träfe Deutschland im Halbfinale auf den Gastgeber des Turniers - genau wie 2014. Wie das endete, ist bekannt.

@@8:58

Conte rechnet mit den Medien ab

Der scheidende italienische Nationaltrainer Antonio Conte hat nach der Viertelfinal-Niederlage im Elfmeter-Krimi gegen Deutschland bei der EM mit den Medien abgerechnet. "Manche wollten jede Chance nutzen, Zwietracht zu säen oder Aufmerksamkeit im Fernsehen zu erhaschen", sagte der Coach, der zum FC Chelsea wechseln wird.

"Ich habe mich wirklich niemals unterstützt gefühlt. Von niemandem", erklärt der 46-Jährige: "Okay, der Präsident des Verbandes stand immer auf meiner Seite. Die Presse aber nicht. Ich hätte durchaus gerne weiter gearbeitet als Nationaltrainer, aber aufgrund einiger Umstände habe ich mich schon vor dem Turnier entschieden, aufzuhören."

Die Spieler dagegen, versicherte Conte, "haben einen festen Platz in meinem Herzen. Es waren zwei wundervolle Jahre, die in den vergangenen acht Wochen ihren Höhepunkt erlebt haben. Es ist nur schade, dass es so bitter zu Ende geht.

Antonio Conte

Antonio Conte

Foto: Christian Hartmann/ REUTERS

@@7:45

Die Pressestimmen zum Spiel

Die "Bild"  titelt "Si, si, si! Held-Hector knackt Italien-Fluch". Das Blatt sieht Deutschland schon jetzt als Europameister: "Wir stehen im Halbfinale! Bei allem Respekt vor den in der EM verbliebenen Teams Portugal, Wales, Frankreich und Island - wer dieses Monster Italien besiegt, kann sich eigentlich nicht mehr stoppen lassen."

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"  schreibt: "Was als Spiel der Fesseln und Ketten begann, wurde am Ende doch noch ein großes Fußballdrama. Und was für eines. Ein weiteres Kapitel in der Geschichte der packenden deutsch-italienischen Duelle bei großen Turnieren."

"Der Fluch ist damit besiegt", schreibt die "Süddeutsche Zeitung" . "Da hatte Löw vor dem Spiel ein "Italien-Trauma" noch so entrüstet von sich weisen können. Der erste deutsche Sieg gegen die Azurblauen im neunten Spiel eines großen Turniers und besonders nach den Niederlagen 2006 im WM-Halbfinale und 2012 im EM-Halbfinale befreit die deutschen Fußballer von einer historischen Last."

Gianluigi Buffon

Gianluigi Buffon

Foto: Antonio Calanni/ AP

Bei den Italienern ist die Enttäuschung groß. "Es ist das schlimmste Ausscheiden von allen", zitiert der "Corriere dello Sport"  Nationaltorwart Gianluigi Buffon. Das Viertelfinale war das 161. Länderspiel in der langen Karriere des 38-Jährigen.

Die "Gazzetta dello Sport"  schreibt: "Kopf hoch. Nach 18 Elfmetern gewinnt dieses Mal Deutschland. Ein unbezwingbares Italien bringt den Weltmeister ins Elfmeterschießen. Wir sind draußen, aber darauf kann man aufbauen. Herz und Organisation sind unsere Waffen. Trotzdem Helden! Ein immenses Herz von Italien. Die Deutschen brechen den Fluch, aber nur im Elfmeterschießen."

"Der Weltmeister bricht die Herzen der Italiener", titelt Großbritanniens "The Telegraph" . Deutschland sei "die größte Elfmeter-Nation" in der Geschichte des Fußballs.

Die spanische Sportzeitung "Marca"  schreibt: "Deutschland verstand es besser als Spanien, die Italiener an die kurze Leine zu legen." Besonders nach der Halbzeit sei Deutschland überlegen gewesen - bis zum "absurden" Handspiel von Boateng, das zum völlig berechtigten Elfmeter für Italien geführt habe.

Im Aufeinandertreffen der beiden besten Abwehrreihen des Turniers habe Italien deutlich weniger Torgefahr kreiert als bei ihrem Achtelfinalsieg gegen Titelverteidiger Spanien, schreibt Frankreichs "L'Équipe" . Das habe "ohne Zweifel daran gelegen, dass Löws 3-5-2 ihnen weniger Räume ließ."

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