EM: Ab Samstag gelten neue Regeln - DER SPIEGEL
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EM Ab Samstag gelten neue Regeln

Im Februar hat der Fußball-Weltverband Fifa neue Regeln beschlossen. Mit dem EM-Eröffnungsspiel am Samstag zwischen Belgien und Schweden werden sie auf dem europäischen Kontinent in Kraft treten. Vor allem Torhüter und Linienrichter müssen sich umstellen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die Schlussmänner brauchen in Zukunft zwar nicht mehr die bisher gültige Vier-Schritte-Regel zu beachten. Sie dürfen aber den Ball nicht mehr länger als sechs Sekunden in ihren Händen halten. Die Schiedsrichter-Assistenten werden mit EM-Beginn mit größeren Befugnissen ausgestattet. Ab sofort dürfen sie auch für den Haupt-Referee unterstützend auf dem Spielfeld tätig werden, zum Beispiel, um bei Freistößen für den korrekten Abstand der Mauer zu sorgen.

Darüber hinaus sollen die Männer mit der Fahne noch mehr als bisher bei Regelwidrigkeiten in das Geschehen auf dem Spielfeld eingreifen. Künftig wird der bisher lediglich als Beobachter eingesetzte Referee Nummer vier am Spielfeldrand bevollmächtigt sein, den Unparteiischen auf Unsportlich- und Tätlichkeiten hinzuweisen, die sich hinter dessen Rücken zutragen und auch von den Assistenten nicht bemerkt wurden.

Schließlich müssen bei einem Elfmeterschießen beide Teams künftig mit der gleichen Anzahl an Akteuren antreten. Sollte eine Elf durch einen Platzverweis dezimiert sein, muss der Gegner zum "Shoot-out" ebenfalls einen Spieler ausschließen.

Unverändert bleibt der EM-Modus. Mit Abschluss der Vorrunde qualifizieren sich die jeweils ersten zwei einer Gruppe fürs Viertelfinale, ab dem das K.o.-System zur Anwendung gelangt. Kommt es dabei nach neunzig Minuten zu einem Unentschieden, geht das Spiel in die Verlängerung (zweimal 15 Minuten), die durch das so genannte "Golden Goal" entschieden werden kann. Fällt in der Verlängerung kein Tor, folgt das Elfmeterschießen.

Spieler, die im Verlauf des Turniers zwei Gelbe Karten erhalten, sind automatisch für das folgende EM-Spiel gesperrt. Gleiches gilt für Akteure, die eine Rote Karte erhalten. Die Uefa kann für Rotsünder auch eine Strafverschärfung beschließen. Für die Doping-Kontrolle durch einen Uefa-Mediziner werden 15 Minuten vor Abpfiff jeder EM-Begegnung je zwei Akteure pro Mannschaft ausgelost.

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