EM-Ausrichtung 2012 "Italien hat ein Sicherheitsproblem"
La Valletta - Demnach ist es auch möglich, dass die Endrunde auch erneut als eine Zwei-Länder-Veranstaltung stattfindet. Bewerberteams sind hier Kroatien und Ungarn beziehungsweise Polen und die Ukraine. Aus dem Rennen sind Griechenland und die Türkei. Die Entscheidung über den EM-Ausrichter 2012 fällt im Dezember nächsten Jahres.
Nach der ersten Abstimmung innerhalb der Uefa-Gremien in La Valletta (Malta) liegt Italien gut im Rennen. Der Generaldirektor des europäischen Fußball-Verbandes Lars-Christer Olsson betonte jedoch, dass die osteuropäischen Vertreter eine echte Chance hätten und mahnte die Italiener, dass der Zuschlag nur dann möglich sei, wenn der Verband sein Hooligan-Problem in den Griff bekomme. "Ich denke nicht, dass Italien der Favorit ist", versicherte Olsson. "Sie sind in der Pole Position, aber wir kennen es aus der Formel 1, dass dies nicht immer den Sieg garantiert. Italien fehlen noch Strategien und Ideen, wie es das Sicherheits-Problem lösen will. Italienische Clubs sind sehr erfolgreich, aber der italienische Fußball ist nicht bestens organisiert."
Eine EM in Polen und der Ukraine oder in Kroatien und Ungarn wäre die dritte Endrunde in der EM-Geschichte seit 1960 in zwei Ländern. Erstmals fungierten 2000 bei der EM in Belgien und den Niederlanden zwei Nationen als Ausrichter. Das nächste kontinentale Championat findet 2008 in Österreich und der Schweiz statt. Zuletzt war Portugal 2004 alleiniger Gastgeber eines EM-Turniers.