EM in Portugal Merk darf das Endspiel pfeifen
Espinho - "Das ist ein großer Augenblick in meiner Laufbahn", sagte Merk, 42, unmittelbar nach der Bekanntgabe durch die Uefa-Schiedsrichterkommission. "Es ist eine große Freude und Ehre, unter so viel Qualität ausgewählt worden zu sein. Ich bin sicher, dass mir am Sonntag alle Schiedsrichter in Deutschland die Daumen drücken werden. Ich bin außerdem stolz, dass zumindest eine deutsche Mannschaft im Endspiel steht." Dem Pfälzer assistieren an der Linie Jan-Hendrik Salver (Stuttgart) und Christian Schräer (Emsdetten).
Merk ist damit der zweite deutsche Referee nach Rudi Glöckner aus der früheren DDR, der für ein Finale bei einer WM oder EM nominiert wurde. Glöckner leitete das WM-Endspiel 1970 in Mexiko zwischen Brasilien und Italien (4:1).
Während des laufenden Turniers kam Merk bereits zwei Mal zum Einsatz. In der Vorrunde pfiff er die Begegnung England gegen Frankreich (1:2) und das skandinavische Duell zwischen Schweden und Dänemark (2:2).
Für die erste Halbfinal-Begegnungen der EM 2004 in Portugal am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr) zwischen Portugal und den Niederlanden wurde Schiedsrichter Anders Frisk (Schweden) nominiert. Für die zweite Partie Tschechien gegen Griechenland am Donnerstag in Porto (20.45 Uhr) wurde Pierluigi Collina (Italien) angesetzt.