EM-Vorbereitung: Michael Owen in Topform - DER SPIEGEL
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EM-Vorbereitung Michael Owen in Topform

Deutschlands EM-Vorrundengegner England hat in seinem drittletzten Testspiel vor der Fußball-EM gegen den viermaligen Weltmeister Brasilien ein 1:1 erreicht. Bester Mann in Team von Kevin Keegan war Torschütze Michael Owen.
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London - Deutschlands Vorrundengegner England ist für die in zwei Wochen beginnende Europameisterschaft gerüstet. Das Team von Kevin Keegan kam am Samstag zu einem verdienten 1:1 (1:1) gegen den viermaligen Weltmeister Brasilien und bot dabei vor 75.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion 45 Minuten lang eine Klasse-Partie. Jungstar Michael Owen vom FC Liverpool brachte den Gastgeber in der 39. Minute mit einer tollen Einzelleistung in Führung, die Franca in der Nachspielzeit der ersten Hälfte per Kopf egalisierte. Dabei profitierte der Stürmer vom FC Sao Paulo von einem Fehler in der englischen Hintermannschaft.

Die Mannschaft von Teamchef Kevin Keegan ging hochmotiviert in das Prestigeduell, das wegen Problemen im öffentlichen Verkehr mit einer halben Stunde Verspätung angepfiffen wurde. Vor allem die Wackelkandidaten Dennis Wise und Paul Ince legten sich mächtig ins Zeug, um sich im Notizblock von Keegan die nötigen Pluspunkte für eine EM-Nominierung zu sichern. Keegan wird seinen momentan noch 28 Spieler umfassenden Kader am kommenden Mittwoch nach dem letzten Testspiel gegen die Ukraine auf 22 Akteure reduzieren.

In der ersten Hälfte dominierten die Engländer gegen die mit angezogener Handbremse spielenden "Ballzauberer vom Zuckerhut", die durch den Leverkusener Emerson bereits nach 25 Sekunden die erste Chance im Spiel hatten. Die Hausherren suchten zunächst mit hohen Bällen in den Strafraum zum Erfolg zu kommen und verzeichneten durch Kopfbälle von Keown, Shearer und Owen auch drei gute Gelegenheiten. Seine beste Tat musste Brasiliens Torwart Dida aber gegen einen Flachschuss von Wise (21.) vollbringen, den er aus dem Eck fischte.

Nach dem Wechsel bot sich dann ein völlig anderes Bild. Die Gäste beherrschten nun Ball und Gegner und hätten die Partie am Ende durchaus gewinnen können. Die größte Chance vergab Franca (75.) dessen Schuss nur um Zentimeter am Pfosten vorbei strich. Die nachlassenden Hausherren verzettelten sich zu sehr in Einzelaktionen und hatten nur noch eine Gelegenheit, als Owen (58.) mit einem Schuss aus 20 m an Dida scheiterte.