England Fußballprofis drohen mit Streik
Manchester - Die englischen Fußball-Profis haben sich fast einstimmig für Streikmaßnahmen ausgesprochen, um ihrer Forderung nach einem größeren Anteil am Fernseh-"Kuchen" in der Premier League Nachdruck zu verleihen. Dies gab am Freitag Gordon Taylor, der Chef der Spielergewerkschaft PFA, bekannt. Die PFA will rund fünf Prozent der TV-Einnahmen, dies entspricht umgerechnet 80 Millionen Mark pro Jahr. Die Premier League hat jedoch bislang lediglich 35 Millionen Mark offeriert.
Laut Taylor haben sich 99 Prozent der Spieler (2290 Ja- bei nur 22 Nein-Stimmen) für Kampfmaßnahmen ausgesprochen. Ein Streik würde jedoch nur Spiele betreffen, die vom Fernsehen live übertragen werden. Die Premier League will ihrerseits mit einer höchstrichterlichen Entscheidung einen Streik verhindern. Die Liga argumentiert, ein Ausstand sei illegal, denn die Verträge seien mit den jeweiligen Klubs, aber nicht mit der Premier League geschlossen.
"Schlechte Sache"
Betroffen von einem möglichen Streik könnte am 25. November
das Schlagerspiel zwischen Vizemeister Arsenal London und
Titelverteidiger Manchester United sein. Englands Teammanager
Sven-Göran Eriksson hatte sich entschieden gegen Streiks
ausgesprochen: "Dies wäre eine sehr schlechte Sache für den
englischen Fußball."