England Randale in den unteren Ligen
London - Drei Monate vor der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hat Englands Kandidatur durch Ausschreitungen von Hooligans erneut Schaden genommen. Beim Drittliga-Spiel zwischen Bristol Rovers und Stoke City gab es sogar einen Übergriff auf den Gästetorhüter. Kevin Ward wurde von zwei Rowdies attackiert, die auf das Spielfeld gelaufen waren. Nur durch den Beistand seiner Teamkollegen konnten die Prügelattacken abgewehrt werden. Einen der Randalierer rang Ward dann höchstpersönlich nieder und übergab ihn der Polizei. Schiedsrichter Rob Harris unterbrach das Spiel daraufhin für zehn Minuten. Ward war beim 3:3 schon zuvor mit Flaschen und Münzen beworfen worden. Nachdem die Polizei das Spielfeld geräumt hatte und vier berittene Beamte vor der Haupttribüne postiert waren, konnte die Partie fortgesetzt werden. "Der Vorfall ist ein schwerer Schlag für Englands WM-Kandidatur, dessen wesentlicher Bestandteil die Verbesserung der Sicherheit in den Stadien gewesen war", schrieb die "Sunday Times".
Nach schweren Ausschreitungen im Englands First Division beim Spiel zwischen Birmingham City und Wolverhampton Wanderers schwebt ein Fußball-Fan mit Gehirnverletzungen in Lebensgefahr. Eine zweite Person musste ebenfalls in Krankenhaus eingeliefert werden. Insgesamt beteiligten sich 100 Hooligans an den Ausschreitungen vor dem Derby in den Straßen von Birmingham. Dabei wurden Leuchtraketen abgefeuert, mit Flaschen und Steinen geworfen. Eine Reihe der Rowdies erlitten leichtere Blessuren.
Die Auseinandersetzungen hatten in einer Kneipe begonnen, setzten sich jedoch an mehreren Punkten der Stadt fort. Offenbar hatten sich die Randalierer per Handy zuvor verabredet. Dies geht aus Augenzeugenberichten hervor.