Praktischer während der Periode Englands Fußballerinnen wechseln Hosenfarbe von Weiß auf Blau
Die englischen Spielerinnen jubeln fortan in blauen statt weißen Hosen
Foto: Naoimi Baker / Getty ImagesDer englische Fußballverband FA geht auf Forderungen seiner Spielerinnen nach nicht-weißen Hosen ein. Das neue Outfit für die Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland sieht eine blaue Hose zum weißen Trikot vor, wie die FA bekannt gab. Eine Begründung dafür gab es nicht, in seiner Mitteilung ging der Verband nicht auf die Hosenfarbe ein.
Die Lionesses hatten während der Europameisterschaft im vergangenen Jahr andersfarbige Hosen gefordert, um unangenehme Situationen während der Periode zu vermeiden.
»Hoffentlich ändern sie das. Weiß ist nicht sehr praktisch, wenn wir uns in dieser Zeit des Monats befinden«, hatte Stürmerin Beth Mead damals gesagt. Auch Georgia Stanway, die mittlerweile bei Bayern München spielt, hatte sich dem Wunsch angeschlossen.
Erstmals zu sehen sein wird die neue Kombination am Donnerstag bei der «Finalissima» gegen Brasilien, dem Duell zwischen Europa- und Südamerikameister.
Immer mehr Sportlerinnen äußern Bedenken
Der Umgang von Sportlerinnen mit der Periode während eines Wettkampfs ist in den vergangenen Jahren stärker in den Mittelpunkt gerückt. Die Frage war unter anderem beim Tennisturnier von Wimbledon im Sommer diskutiert worden, als die britische Tennisspielerin Alicia Barnett über Belastungen während der Periode gesprochen und eine Änderung der strikten Regeln für weiße Kleidung ins Spiel gebracht hatte. Im Anschluss lockerten die Organisatoren die bisher geltende Kleidungsvorschrift: Tennisspielerinnen müssen nun nicht mehr weiße Unterwäsche tragen.
Auch im Fußball ist das Thema nicht neu: So wechselte der englische Drittligist West Bromwich Albion zur laufenden Saison ebenfalls von weißen auf blaue Hosen. Der Verein begründete den Schritt mit Bedenken der Spielerinnen während ihrer Periode.