Eurokick Jubel dank "Don Jupp"
Bilbao - Jupp Heynckes hat die "schwarze Serie" von Athletic Bilbao im baskischen Derby gegen Real Sociedad San Sebastian beendet. Zum ersten Mal seit neun Jahren gewann der von Heynckes trainierte Club Athletic Bilbao im heimischen Stadion "San Mamés", im Volksmund "La catedral" genannt, das Derby gegen den San Sebastián. Der 2:1-Sieg verhalf der Truppe von "Don Jupp" einstweilen zum Sprung auf den zweiten Rang in Spaniens Primera División hinter Rekordmeister Real Madrid.
"Ich wusste, dass wir das Spiel gewinnen und unsere Negativserie gegen San Sebastian beenden würden", sagte der ehemalige Gladbacher, Münchner und Frankfurter Bundesliga-Trainer, der auch 1992 beim letzten Erfolg von Athletic gegen Real Sociedad genauso wie San Sebastians Coach John Toshack auf der Trainerbank im Derby gesessen hatte.
Referee sorgt für Streit
"Wir haben mehr Siegeswillen gezeigt als San Sebastián, und deshalb haben wir auch gewonnen", so Heynckes nach dem Prestigeerfolg. Die Partie unterschied sich von früheren Derbys darin, dass viel taktiert und nicht so hart und verbissen gekämpft wurde wie sonst. Alle Tore fielen durch fulminante Fernschüsse. Bilbaos Tiko traf zweimal (39., 59.), Francisco Jose de Pedro (45.) sorgte für den zwischenzeitlichen Gleichstand. Für Streit sorgte allein Schiedsrichter Luis Medina Cantalejo. Er erkannte einen regulären Treffer von San Sebastián nicht an, der den Ausgleich zum 2:2 bedeutet hätte. "Der Schiri war gegen uns", schimpfte Toshack und wurde vom Unparteiischen auf die Tribüne verbannt.
Die Derbys zwischen Athletic und Real Sociedad bilden im Baskenland traditionell den Höhepunkt der Fußball-Saison. Zwischen beiden Clubs liegen Welten. San Sebastián gab in diesem Winter 12 Millionen Euro (23,5 Millionen Mark) für den jugoslawischen Torjäger Darko Kovacevic sowie den niederländischen Torwart Sander Westerveld aus, rangiert aber weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Dagegen spielt der Heynckes-Club aus Bilbao, der traditionell nur baskische Fußballer unter Vertrag nimmt und vornehmlich auf den eigenen Nachwuchs setzt, um den Titel mit.