Ewiger Niebaum "Man will mich"
Dortmund - "Ich will das Haus wieder bestellen, gemeinsam mit Michael Meier und Reinhard Rauball. Ich sehe das als moralische Verpflichtung an", sagte Niebaum vor der Jahreshauptversammlung am Sonntag der "Sportbild". Er wolle weiter als Geschäftsführer der Borussia Dortmund KGaA arbeiten. Der Jurist wird am 14. November nach 18-jähriger Präsidentschaft seinen Posten räumen. Nachfolger von Niebaum soll Reinhard Rauball werden, der dem mit 118,8 Millionen Euro verschuldeten Traditionsclub bereits zweimal vorstand.
Nach eigener Aussage hat Niebaum vor den Mitgliedern des Aufsichtsrats und Beirats die Vertrauensfrage gestellt. "Ich habe diese Frage bereits in den Gremien gestellt. Das Ergebnis ist eindeutig: Man will mich. Daran fühle ich mich gebunden", so der 56-Jährige.
Niebaum will die Mitgliederversammlung auch nutzen, um sich für seine Handlungsweise in den vergangenen Jahren zu rechtfertigen. Die Anschuldigung, er habe sich beim Transfer von Ex-Nationalspieler Karlheinz Riedle, der im 1995 von Lazio Rom nach Dortmund gewechselt war, persönlich bereichert, weist Niebaum zurück. "Ich werde auf der Hauptversammlung die Gelegenheit nutzen, einige Dinge klarzustellen. Es ist schon bösartig zu behaupten, ich hätte mir bei irgendeinem Transfer Geld in die Tasche gesteckt. Ich muss aus den 18 Jahren meiner Amtszeit nichts, absolut nichts verbergen", sagte der scheidende Präsident.