FC Bayern München und sein Douglas-Costa-Problem - Taktiktafel - DER SPIEGEL
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Taktiktafel zum Bayern-Remis Das Douglas-Costa-Problem

Überzeugt hat der FC Bayern im neuen Jahr kaum. Nun machte sich das erstmals auch im Resultat bemerkbar. Die Taktiktafel von SPIEGEL ONLINE zeigt Münchens Problemzone gegen Schalke.
Taktiktafel Bayern vs. Schalke
Taktiktafel Bayern vs. Schalke

Taktiktafel Bayern vs. Schalke

Foto: SPIEGEL ONLINE
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Arjen Robben war bedient. Es lief die 71. Minute im Spiel zwischen dem FC Bayern und Schalke 04, als die "10" auf der Anzeigetafel des vierten Schiedsrichters aufflackerte. Robbens Rückennummer. Schimpfend stampfte er vom Feld, ausgewechselt vor der Schlussphase und damit der Chance beraubt, dem Spiel eine finale Wendung zu geben. Nun sind Fußballer selten zufrieden, wenn sie ausgewechselt werden. Nur: Diesmal hatte Robben recht.

Taktiktafel: Bayern München gegen Schalke 04

Hinweis: Kreissymbole zeigen die durchschnittliche Position eines Spielers bei Ballkontakt, die Kreisgröße die Anzahl der Ballkontakte. Die Pfeile (wenn Sie den Internet Explorer nutzen, werden Verbindungslinien anstatt Pfeile angezeigt) verdeutlichen wichtige Passbeziehungen zwischen zwei Spielern. Ihre Größe ist an die Anzahl der Pässe gekoppelt. Wie die Taktiktafeln im Detail entstehen, können Sie hier nachlesen.

Zumindest, das zeigt die Taktiktafel von SPIEGEL ONLINE, war der Niederländer auf seiner rechten Seite viel besser in das Spiel der Bayern eingebunden als sein Pendant auf der linken Seite, Douglas Costa. Dieser wurde zwar von Arturo Vidal, Juan Bernat und Xabi Alonso mehrfach eingesetzt. Nur schaffte er es nicht, daraus Kapital zu schlagen. Erfolgreiche Pässe in den Strafraum? Fehlanzeige. Kombinationen mit Thomas Müller oder Robert Lewandowski? Gab es nicht. Costa, 26, war schlichtweg kein Faktor im Bayern-Spiel.

Douglas Costa (l.), Leon Goretzka

Douglas Costa (l.), Leon Goretzka

Foto: Adam Pretty/ Bongarts/Getty Images

Robben, das zeigt die Grafik, war zwar auch nicht in Weltklasseform. Ab und an fand er aber seine Mitspieler. Beim 1:0 war er es, der das Spiel mit einem Dribbling in die Mitte beschleunigte. Auch vor Lewandowskis Lattentreffer ( 41. Minute) war er involviert. Doch Robben räumte seinen Platz, und die Bayern verpassten erstmals nach acht Siegen in Serie einen Erfolg.

Die Taktiktafel der Schalker verrät auch, wie die Gäste den Münchnern das Leben schwer machen konnten. Trainer Markus Weinzierl hatte sich viele kluge Kniffe ausgedacht. Einer davon war die Rolle von Leon Goretzka.

Eigentlich ist Goretzka im zentralen Mittelfeld zu Hause. Gegen die Bayern rückte er aus der Halbposition immer wieder hinaus auf den rechten Flügel, wo er mit Alessandro Schöpf kombinierte. Die Idee dahinter: Durch diesen Schachzug schaffte Schalke es oft, in den Rücken der unter Carlo Ancelotti extrem hoch stehenden Außenverteidiger zu gelangen. Vor den beiden besten Schalker Chancen von Sead Kolasinac (17.) und Guido Burgstaller (40.) war Goretzka involviert.

Die Taktiktafeln von SPIEGEL ONLINE entstehen weitestgehend automatisiert und basieren auf den offiziellen Spieldaten, die das Geschehen auf dem Platz detailliert erfassen. Sie zeigen sowohl die Positionierung einer Mannschaft beim Passspiel als auch die wichtigsten Passbeziehungen zwischen den Spielern. Hier finden Sie die weiteren Taktiktafeln des Spieltags - inklusive des Dortmunder 1:0 über RB Leipzig.

Taktiktafeln der Spiele vom Freitagabend und Samstagnachmittag