Zukunft des Münchner Trainers Rummenigge will Heynckes an die Bayern binden
Trainer Heynckes nach dem Champions-League-Triumph: "In irgendeiner Funktion"
Foto: POOL/ REUTERSHamburg - Der Erfolg scheint ihn unentbehrlich gemacht zu haben. Jupp Heynckes' Vertrag als Bayern-Trainer läuft in einem Monat aus, als Nachfolger steht Pep Guardiola schon länger fest. Dennoch will Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge Heynckes an den Club binden.
"Ich habe ihm vor zwei Wochen bei der Meisterfeier gesagt, dass er eine Art 'Carte Blanche' bei uns hat. Wenn er sich das vorstellen kann, möchten wir ihn gerne in irgendeiner Funktion beim FC Bayern halten", sagte Rummenigge in einem Interview in der "Bild"-Zeitung.
Im Januar, als die Bayern Guardiolas Verpflichtung bekanntmachten, hatte es in einer Presseerklärung noch geheißen, Heynckes würde seine Laufbahn als Trainer nach dieser Saison beenden. Heynckes selbst hatte dies daraufhin dementiert und gesagt, er entscheide selbst, wann er aufhöre.
Am Donnerstag hatte Bayern-Mittelfeldspieler Anatoli Timoschtschuk Gerüchte angeheizt, Heynckes würde zur neuen Spielzeit Trainer von Real Madrid. Ob er nach Madrid geht oder vielleicht doch in München bleibt, klärt sich wohl erst nach dem DFB-Pokalfinale am Samstagabend (20 Uhr, live in der ARD und im Liveticker bei SPIEGEL ONLINE). "Aber ich kenne Jupp. Er will jetzt erst das Spiel gegen Stuttgart abwickeln. Und irgendwann danach kann man sich in Ruhe mit ihm zusammensetzen", sagte Rummenigge.
Frühestens nach dem Schlusspfiff im Olympiastadion will sich Heynckes nach einer großen Trainerkarriere mit zwei Champions-League-Titeln über seine Zukunft äußern. "Ich habe ihm immer gesagt: ,Jupp, es gibt zwei Möglichkeiten, sich bei Bayern München zu verabschieden: Durch das große Tor oder durch den Hinterausgang", erklärte Rummenigge. "Deshalb bin ich froh, dass Jupp jetzt durchs große Tor geht - und die Leute alle mit Riesen-Respekt von ihm sprechen und ihm Beifall klatschen. Es gibt für ihn doch keinen besseren Abschied. Das hat er verdient. Und ich bin sehr glücklich darüber."