FC Chelsea Ärger um Ballacks Rückennummer
Hamburg - Nach Informationen der Londoner Abendzeitung "Evening Standard" hat sich Verteidiger William Gallas mit den Verantwortlichen des FC Chelsea zerstritten. Ein Punkt in der Auseinandersetzung war anscheinend auch die Rückenummer 13, die nun doch Ballack tragen darf. Ursprünglich war dem deutschen Nationalmannschaftskapitän die 19 zugewiesen worden, da Gallas fünf Jahre lang die 13 auf dem Trikot trug und die Verantwortlichen Ärger mit dem Franzosen vermeiden wollten.
Doch weil Gallas bislang eine vorzeitige Vertragsverlängerung ablehnte und sich diese Woche zudem krank meldete, nahm ihm Trainer José Mourinho die Lieblingsnummer wieder weg - und vergab sie an Ballack. "Sie können ihm nicht einfach die 13 wegnehmen, ohne mit William gesprochen zu haben. Es ist sein Trikot, er hat fünf Jahre dafür gearbeitet. Ich bin überrascht, dass man nicht auf ein persönliches Wort mit William gewartet hat", erklärte Gallas-Berater Pierre Frelot.
Mourinho, der noch vor zwei Wochen erklärt hatte, die Vertragsverlängerung mit Gallas habe oberste Priorität, will diesen dennoch nicht ziehen lassen. Der Kontrakt des 28-Jährigen läuft im kommenden Jahr aus.
Vom Ärger um die Rückennummer unbeeindruckt, freute sich Ballack auf die Aufgabe beim englischen Meister: "Der Umzug ins Ausland und die Premier League sind eine große Veränderung für mich, aber ich habe eine neue Herausforderung gebraucht", sagte der Deutsche, "ich bin sehr gut aufgenommen worden, aber ich weiß, dass ich mich durchbeißen muss."
Eine harte Probe steht dem Mittelfeldakteur dabei noch vor dem ersten Testspiel bevor. Wie jeder Neuzugang muss sich Ballack vor versammelter Mannschaft auf einem Stuhl stellen und ein Lied singen, bis die amüsierten Kollegen wieder um Ruhe bitten.
Ballack bezeichnete die Chelsea-Tradition als "lästige Pflicht". Er wisse noch nicht, was er singen werde, "aber ich werde es sehr kurz halten", so der 29-Jährige.
hut/dpa/sid