Beckenbauer-Vertrauter Radmann bestreitet Korruption
Berater Radmann (r.): "Wir haben keine Stimmen gekauft"
Foto: Walter Bieri / dpaDer ehemalige Vizepräsident des deutschen Organisationskomitees der Fußballweltmeisterschaft 2006, Fedor Radmann, hat Korruption im Zusammenhang mit der Vergabe der Endrunde vor neun Jahren vehement bestritten. "Das Bewerbungskomitee hat niemals irgendjemanden bestochen. Ich bin bereit, dies sogar zu beeiden. Wir haben keine Stimmen gekauft", sagte der 71-Jährige dem TV-Sender Sky Sport News.
Der SPIEGEL berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass das OK eine schwarze Kasse eingerichtet hatte, in die der damalige Adidas-Vorstandschef Robert Louis-Dreyfus 10,3 Millionen Schweizer Franken eingezahlt haben soll.
Radmann ist ein langjähriger Vertrauter von Franz Beckenbauer, damals Chef der deutschen WM-Bewerbung und des OK für die WM 2006. Zusammen hatten die beiden im Vorfeld der WM-Vergabe Reisen in zahlreiche Länder unternommen, um auf Stimmenfang für die deutsche WM-Bewerbung zu gehen.
Am Ende setzte sich die Kandidatur des DFB bei der Abstimmung im Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa am 6. Juli 2000 in Zürich mit 12:11 Stimmen hauchdünn gegen den letzten verbliebenen Rivalen Südafrika durch.