Fehlende Basis: Bierhoff lehnt Angebot Ismaëls ab - DER SPIEGEL
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Fehlende Basis Bierhoff lehnt Angebot Ismaëls ab

Nachdem Valérien Ismaël Interesse an einem Engagement in der deutschen Nationalmannschaft bekundet hatte, gab es heute eine Absage von Teammanager Oliver Bierhoff. Ähnlich wie im Fall des Brasilianers Lincoln seien die nötigen Voraussetzungen nicht gegeben, erklärte Bierhoff.
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München - "Wir finden es zwar sehr positiv, dass Ismaël Interesse hat, für Deutschland zu spielen. Aber wie schon bei Lincoln hätte auch er nach unserer Erkenntnis am liebsten für sein Heimatland gespielt", so Bierhoff.

Weil dort die Perspektive fehle, wolle Ismaël für Deutschland auflaufen. "Dies ist nicht die Basis für einen Einsatz im DFB-Team. Deshalb macht es keinen Sinn, ein solches Angebot zu akzeptieren. Ein sehr enger Bezug der Nationalspieler zu Deutschland ist die Grundvoraussetzung", sagte Bierhoff auf Anfrage des "sid".

"Ich fühle mich sehr wohl in Deutschland", sagte Ismaël dem "Kicker", "aber ich möchte mich nicht von mir aus anbieten." Sollte sich DFB-Coach Klinsmann allerdings melden, "dann müssten wir drüber reden".

Ein Engagement im DFB-Team komme für ihn nur in Frage, wenn er von seinem Nationaltrainer Domenech erfahren würde, dass er keine Chance in der Equipe Tricolore habe, hatte Ismaël gegenüber dem "Kicker" erklärt. "Ich bin Franzose und hoffe weiter auf meine Chance, für Frankreich zu spielen", so Ismaël.

Zuvor hatte die "Bild" berichtet, der 29-Jährige habe sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann angeboten: "Wenn Jürgen Klinsmann mich will, würde ich für Deutschland spielen". Grund für sein Interesse sei die Nichtberücksichtigung für die EM-Qualifikationsspiele der französischen Nationalmannschaft.

Auch eine Berufung des Brasilianers Lincoln lehnte Bierhoff vor einer Woche mit der gleichen Begründung ab.