Fenerbahçe Istanbul: Trainer will nach Flaschenwurf zurücktreten – Präsident lässt ihn nicht - DER SPIEGEL
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Nach Flaschenwurf in der Champions League Fenerbahçes Trainer will zurücktreten, doch sein Präsident lässt ihn nicht

Das Remis gegen Rom ging in Ordnung, nach einem Vorfall mit einem Fan verkündete Fenerbahçe-Trainer Ismail Kartal dennoch seinen Rücktritt. Sein Clubpräsident allerdings hat etwas dagegen.
Fenerbahçe-Trainer Ismail Kartal
Fenerbahçe-Trainer Ismail Kartal

Fenerbahçe-Trainer Ismail Kartal

Foto: Ozan Kose / AFP

Fenerbahçe-Trainer Ismail Kartal hat unmittelbar nach dem Champions-League-Auftakt seiner Mannschaft überraschend seinen Rücktritt erklärt. Auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 (0:1) gegen die AS Rom soll der Istanbuler Coach laut übereinstimmenden Medienberichten gesagt haben, dass er von seiner Position zurücktrete. »Ich habe diese Entscheidung getroffen, um den Weg für meinen Club freizumachen«, wird Kartal unter anderem zitiert.

Fenerbahçe-Präsident Aziz Yildirim widersprach seinem Trainer und kündigte an, dass Kartal weitermachen solle. »Ich habe gesagt, du wirst weitermachen, Ende. Wir sind eine Familie«, wird der Präsident in türkischen Medien zitiert.

Grund für Kartals spontane Handlung soll laut Yildirim der Wurf einer Flasche gegen seinen Kopf gewesen sein. Auch der Club reagierte mit einem Statement und teilte mit, dass der Flaschenwerfer mit einem Stadionverbot belegt wurde.

Dabei war die Leistung seines Teams gar nicht schlecht – Fenerbahçe hatte beim ersten Königsklassen-Auftritt nach 18 Jahren sogar die besseren Chancen. Aber am Ende blieb es bei den Toren von Bryan Cristante (39. Minute) für die Roma und Archie Brown (48.) für die Türken.

Blamage für Leipzig, glücklicher Sieg für Toppmöller

RB Leipzig präsentierte sich zeitgleich bei Emporkömmling Como 1907 phasenweise chancenlos und ist erneut mit einer Niederlage gestartet. Am Ufer des Comer Sees war der vor sieben Jahren noch viertklassige italienische Neuling nicht zu stoppen und sicherte sich durch die Tore von Martin Baturina (15. Minute), Tasos Douvikas (38.), Assane Diao (54.) und Maximo Perrone (90.) ein 4:1 (2:0) gegen den Bundesligisten. Andrija Maksimovic (58.) gelang nur der Ehrentreffer.

Como-Torschütze Martin Baturina leitete das Leipziger Debakel ein

Como-Torschütze Martin Baturina leitete das Leipziger Debakel ein

Foto: Piero Cruciatti / AFP

Für Dino Toppmöller und den RC Lens gab es einen Last-Minute-Sieg. Bei Slavia Prag kam der deutsche Coach mit seinem Team kurz vor Schluss noch zu einem 3:2 (0:0)-Erfolg. Florian Thauvin (90.+1) und Ruben Aguilar (90.+3) drehten in der Nachspielzeit die Partie zugunsten der Franzosen. Zuvor hatte Abdallah Sima (73.) für Lens getroffen. Prag half auch der Doppelpack von Danijel Sturm (51./88.) nicht.

Auch Manchester United holte einen Auftaktsieg und setzte sich locker mit 4:0 (3:0) gegen Außenseiter Sabah FK aus Aserbaidschan durch. Die ehemaligen Bundesliga-Profis Matheus Cunha (27.), Benjamin Sesko (45.) sowie Bruno Fernandes (42.) und Lisandro Martínez (68.) trafen.

Zuvor hatten sich die PSV Eindhoven und Schachtar Donezk mit 1:1 (0:1) getrennt. Auch hier waren die Gäste durch Gleiker Mendoza (45.+1) in Führung gegangen. Sergino Dest (48.) traf für die Mannschaft vom ehemaligen Bundesliga-Trainer Peter Bosz zum Endstand.

cev/dpa

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