Spielunterbrechungen in Rotterdam Feyenoord-Trainer spricht von "Schande"
Aufblasbare Banane in Rotterdam: Laut Feyenoord kein Zeichen von Rassismus
Foto: Olaf Kraak/ dpaHamburg - Feyenoord-Trainer Fred Rutten hat nach der zweimaligen Unterbrechung der Europa- League-Partie gegen AS Rom die eigenen Fans kritisiert. "Diese Dinge tun Feyenoord nur weh", sagte der frühere Schalke-Coach nach dem von Ausschreitungen überschatteten 1:2 und dem Aus am Donnerstagabend. "Es ist eine Schande, dass es passiert ist." Die Feyenoord-Anhänger hatten mehrfach Gegenstände auf das Spielfeld geworfen. Das Spiel musste unterbrochen werden.
Dass dabei auch eine aufblasbare Plastik-Banane in Richtung des dunkelhäutigen Rom-Profis Gervinho flog, sei aber nicht als Rassismus anzusehen, sagte Rutten. "Wir haben verschiedene Nationalitäten in unserem Team, es ist Nonsens. Wir machen zu viel daraus." Und Rotterdams Sportdirektor Eric Gudde sagte: "Die Banane ist zufällig in Gervinhos Nähe gelandet." Die Aktion sei ein Zeichen von Unzufriedenheit gewesen, so Gudde, der dennoch eine Strafe durch die Europäische Fußball-Union Uefa befürchtet.
Wegen des Anzündens von Feuerwerk, Waffenbesitzes und Schlägereien seien an verschiedenen Plätzen Rotterdams insgesamt 42 Personen festgenommen worden, berichtete das "Algemeen Dagblad" unter Berufung auf die Polizei. Es war zunächst unklar, zu welchen Teilen diese den beiden Fangruppen angehörten. Heftige Krawalle von Feyenoord-Hooligans hatten bereits das Hinspiel (1:1) in der vergangenen Woche in der italienischen Hauptstadt überschattet.