Neue Fifa-Generalsekretärin Sie wird die mächtigste Frau im Fußball
Fatma Samoura
Foto: STEPHANE DE SAKUTIN/ AFPDie senegalesische Diplomatin Fatma Samoura wird neue Generalsekretärin des Fußball-Weltverbandes Fifa. Das hatten zunächst mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend gemeldet. Inzwischen bestätigte Fifa-Präsident Gianni Infantino die Nachricht auf dem Kongress in Mexiko-Stadt.
"Sie wird frischen Wind in die Fifa bringen", sagte Infantino: "Sie ist jemand von außen, nicht von innen. Sie kommt nicht aus der Vergangenheit, sondern ist jemand neues. Sie wird uns helfen, das richtige zu tun."
Samoura hat bislang keine Verbindung zum Fußballgeschäft. Sie arbeitet seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Vereinten Nationen. Derzeit ist sie Vertreterin des Entwicklungsprogramms der Uno in Nigeria.
Präsident Infantino hatte angekündigt, den wichtigen Posten noch in diesem Sommer besetzen zu wollen. Nun wurde die Personalie schon früher behandelt. Infantino war zuletzt unter Druck geraten, da die Suche nach dem Topmanager viel Zeit beanspruchte. Samoura ist die erste Frau in diesem Amt.
Mächtigste Frau im Weltfußball
Die "Nummer zwei" der Fifa bekommt durch das Ende Februar verabschiedete Reformpaket deutlich mehr Macht und hat zumindest auf dem Papier mehr Einfluss als Fifa-Präsident Infantino. Das Generalsekretariat überwacht alle Einnahmen und leitet das operative Geschäft.
In seinem Wahlkampf hatte Infantino versprochen, einen Generalsekretär aus Afrika zu berufen. Nach der Kür am 26. Februar war er zurückgerudert und hatte modifiziert, den Posten nicht an einen Europäer zu vergeben. Infantino kann nur Vorschläge machen. Für die Berufung ist letztlich das neue Counil als Fifa-Aufsichtsrat zuständig.
Samoura ist damit Top-Verdienerin unter den hauptamtlichen Fifa-Angestellten. Der inzwischen entlassene Generalsekretär Jérôme Valcke bekam vergangenes Jahr 1,94 Millionen Euro. Der Franzose steht unter Korruptionsverdacht und musste seinen Posten im Herbst 2015 räumen. Seitdem führt der Deutsche Markus Kattner die Fifa-Geschäfte auf Interimsbasis. Er ist eigentlich Fifa-Finanzdirektor.