Fifa löst Task Force gegen Rassismus auf - DER SPIEGEL
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Task Force Fifa löst Anti-Rassismus-Kommission auf

Es war eine der Maßnahmen, für die Joseph Blatter auch mal Lob als Fifa-Chef bekommen hatte: Die Einrichtung einer Task Force, die sich dem Kampf gegen Rassismus gewidmet hatte. Der Weltverband löst sie jetzt auf.
Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura
Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura

Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura

Foto: ANTHONY DEVLIN/ AFP
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Der Fußball-Weltverband Fifa hat seine 2013 von seinem früheren Präsidenten Joseph Blatter eingeführte Task Force gegen Rassismus aufgelöst und sich damit auch heftige Kritik eingehandelt. Wie die Fifa am Montag mitteilte, habe die Arbeitsgruppe "ihre Ziele erreicht".

Die seit Mai amtierende Fifa-Generalsekretärin Samoura präzisierte: "Die Task Force hatte einen speziellen Auftrag und hat sehr überzeugende Empfehlungen gegeben, die in ein Fifa-Programm eingeflossen sind." Es habe einige Fälle von Rassismus in Mannschaften gegeben, "und wir haben strenge Maßnahmen ergriffen", sagte die Senegalesin.

Prinz Ali bin al-Hussein, der 2015 im Kampf um das Fifa-Präsidentenamt gegen Sepp Blatter angetreten war, kritisierte den Entschluss energisch. "Ich bin tief besorgt. Der Kampf gegen Rassismus ist weit davon entfernt, beendet zu sein. Dass die aktuelle Fifa-Führung erklärt, dass die Empfehlungen der Task Force umgesetzt worden seien, ist eine Schande", sagte der Jordanier.

Die britische Antidiskrimierungskampagne "Kick It Out" verurteilte den Schritt der Fifa ebenfalls und verwies auf das kommende Großereignis. "Das kommt vor der WM in Russland, einem Land, das für rassistische und diskriminierende Praktiken gegen Minderheiten bekannt ist", heißt es in einer Erklärung.

aha/sid

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